Schöner bauen mit der Baugruppe

Paul am 14. September 2011 um 21:33

Die Deutsche Welle berichtet heute:

Schöner bauen mit der Baugruppe

Der Traum vom Häuschen im Grünen scheint ausgedient zu haben. Überall in Deutschlands Innenstädten tun sich Menschen zusammen, um in Eigenregie Häuser zu planen. Ohne Investoren, die die Preise in die Höhe treiben.
 
Eine Baustelle wie jede andere: Bagger heben ein Loch aus, Kräne transportieren Steinplatten, Arbeiter balancieren auf Gerüsten. Das Besondere ist für Uneingeweihte nicht zu erkennen: Das Haus, das hier entsteht, wurde von einer Baugruppe geplant. Utz Ingo Küppers steht zwischen Pfützen und Betonmischmaschinen und weist auf einen Rohbau, sein künftiges Zuhause. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen hier 30 Erwachsene und 20 Kinder einziehen. Ihr gemeinschaftlich entworfenes Traumhaus entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Kinderheims in Köln-Sülz.
 
Der 69-jährige Rentner und ehemalige Leiter des Stadtentwicklungsamtes in Köln hat sich vor drei Jahren mit 16 Gleichgesinnten zu einer Baugruppe zusammengetan. Alle Mitglieder verband die Vision von einem Wohnraum, der auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist, und in dem sie sich ihre Nachbarn selbst aussuchen können. “Es gibt einen Gruppenraum, eine Gästewohnung, gemeinsame Waschräume und eine Dachterrasse, die wir uns teilen”, sagt Küppers. Es soll ein Modell werden für ökologisches, soziales und erschwingliches Wohnen – mitten in Köln. Der Quadratmeterpreis ist mit 3000 Euro zwar alles andere als ein Schnäppchen, aber Investoren verlangen in gleicher Lage bis zu 5000 Euro.
 
Eine Idee wandert durch Deutschland
 
Baugruppen wie die von Utz Ingo Küppers erleben in Deutschland derzeit einen Boom. Eigentlich kommt die Idee schon aus den 80er Jahren. Damals wurden in der Hamburger Hafenstraße oder in Berlin-Kreuzberg aus illegalen Haubesetzern genossenschaftlich organisierte Hausbesitzer. Politisch Links sind die privaten Bauherrn allerdings nicht, eher pragmatisch. Es zieht sie vornehmlich in gute Lagen. Dorthin, wo sie sich sonst keine Eigentumswohnung leisten können. Zur Hauptklientel zählen Akademiker und Selbständige aus den gestaltenden Berufen, wie eine Studie der Zeitschrift “Bauwelt” herausgefunden hat. Das ruft erste Kritiker auf den Plan, die eine Gentrifizierung befürchten, weil einkommensstarke Schichten einkommensschwache verdrängen könnten.
 
Los ging der Trend in Freiburg und Tübingen, wo ganze Stadtviertel nach diesem Beispiel in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Dann wanderte die Idee durch die Republik. In Berlin meldet das Wohnprojekte-Webportal mehr als 130 Bauprojekte im Stadtgebiet, die in privater Initiative ins Leben gerufen werden. Das entspricht rund einem Drittel aller Neubauten innerhalb des S-Bahn-Rings.
 
Leben, wo das Leben spielt
 
Als potentielles Baugruppen-Mitglied sieht Almut Skriver die Familie, in der beide Eltern berufstätig sind. “Für die ist das Leben mit Kindern schwer zu organisieren. Die neue Familie möchte am kulturellen Leben teilnehmen und nicht in der Vorstadt versauern”, sagt Skriver, die am Haus der Architektur in Köln das Netzwerk Baugemeinschaften gegründet hat. Als Ziel vieler Baugruppen nennt die Architektin den Wunsch, eine dörfliche Gemeinschaft in der Stadt wiederzufinden. Nach dem Motto: man kennt sich, man hilft sich.
 
Bei vielen Mitgliedern stehen finanzielle Überlegungen im Vordergrund. “In der Gruppe baut es sich um gut 20 Prozent billiger - verglichen mit Eigentumswohnungen oder Reihenhäusern, die Bauträger erstellt haben”, sagt Thomas Luzcak, der als Architekt die Baugruppe in Köln betreut. Doch auch Idealismus spiele eine Rolle. “Damit kündigt sich möglicherweise das Ende einer nur am Egoismus orientierten Lebens- und Denkweise an”, meint Luczak.
 
Nicht von der Stange wohnen
 
Utz Ingo Küppers steckt viel Zeit und Energie in die Baugruppe. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge spricht er von einer halben Stelle, allerdings ehrenamtlich. Als sich die Kerngruppe vor drei Jahren bildete, waren vor allem Architekten und Stadtplaner von der Partie, die von der Idee beseelt waren, das Wohnen in der Stadt neu zu definieren. Dabei mussten einige Hürden genommen werden. Der erste Wettbewerb, den die Baugruppe als Entwurf mit fertiger Finanzierung bei der Stadt Köln einreichte, fiel durch. Daraufhin sprang nicht nur die Hälfte der Mitglieder ab, es wurde auch schon viel Zeit und Geld investiert.
 
Beim zweiten Anlauf klappte es zwar, doch durch die gestiegenen Kosten änderte sich die soziale Zusammensetzung der Gruppe. “Wir konnten keine Leute mit niedrigem Einkommen mehr nehmen. Wir mussten uns auf die besser verdienenden konzentrieren.” In den wöchentlich stattfindenden Treffen sei es nicht immer leicht, die Interessen aller unter einen Hut zu kriegen. “Die Gründungsphilosophie war stark darauf ausgerichtet, dass wir ökologisch wohnen. Die Jüngeren, die später dazu gestoßen sind, finden zum Beispiel eine Solarstromanlage gar nicht mehr so wichtig”, sagt Küppers.
 
Kompromisse gefragt
 
Trotzdem ist die Baugruppe für ihn ein Gegenentwurf zur Profitgier von Investoren. Und letztlich auch eine Antwort auf den seriellen und meist phantasielosen Bau von Eigenheimen, wie er landauf landab in Deutschlands Städten zu beobachten ist. Einige Architekturbüros haben sich deshalb bereits auf Baugruppen spezialisiert. Auch Thomas Luczak sieht darin eine Möglichkeit als Architekt in den Städtebau einzugreifen. “Es gibt inzwischen immer mehr Bürger, die mit dem Wohnungsmarkt wenig anfangen können, aber in der Stadt bleiben wollen.”
 
Luczak hat sich mit viel Fingerspitzengefühl an die Wünsche der Bewohner herangearbeitet. Das von ihm entworfene Haus bietet 65 Quadratmeter große Appartements genauso wie dreigeschossige Maisonettewohnungen mit 130 Quadratmetern. “Es kommt keine Wohnung zweimal vor”, sagt Luczak stolz. Auch Utz Ingo Küppers ist trotz aller Querelen weiterhin von der Baugruppen-Idee begeistert. “Privat verstehen wir uns alle sehr gut. Ich möchte mit Menschen aus verschiedenen Generationen und Lebensbereichen zusammenwohnen. Auch wenn es viel Arbeit ist.”
 
Autorin: Sabine Oelze
Redaktion: Jochen Kürten

Neue Nachbarschaften

Paul am 30. August 2011 um 12:00

Eine Idee, die wir in der Traunsteiner Seniorenhausgemeinschaft auch schon angesprochen haben, finde ich gerade im

Newsletter Gemeinschaftliches Wohnen Nr. 97 vom 30.8.2011
Ein Service des “Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. - Bundesvereinigung” www.fgw-ev.de

Neue Nachbarschaften

Die Mitgliederversammlung des Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. hat angeregt das Thema “Neue Nachbarschaften” stärker bekannt zu machen.

Gemeint sind damit nachbarschaftliche Zusammenschlüsse im Bestand, die eher nicht von Wohnprojekten oder von Institutionen ausgegangen sind. Bei der Mitgliedsorganisation Urbanes Wohnen e.V. in München schreibt man “Neue Nachbarschaften“ inzwischen groß. Für InteressentInnen am Gemeinschaftsorientierten Wohnen lohnt es sich, erst zu prüfen, ob es nicht sinnvoller ist, die vorhandene Nachbarschaft zu gestalten, als ein Wohnprojekt zu stemmen.

Positiv formuliert sind Neue Nachbarschaften: Bürgerinnen und Bürger sprechen Nachbarn an, um für sich ein soziales Umfeld zu schaffen, diejenigen, die wollen, machen mit und die Gruppe trifft mehr oder minder verbindliche Vereinbarungen z.B. über Aktivitäten oder gegenseitige Hilfe, über eine Vereinsgründung oder eine gemeinsame Kasse. Wie wir alle wissen, werden solche Gruppen häufig auch nach außen in der Gemeinde aktiv.

Negativ abgegrenzt: Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind nicht gemeint, weil sie meist von Trägern ausgehen. Nachbarschaften im Kontext von Wohnprojekten sind für Menschen, die einfach da wohnen bleiben wollen, wo sie sind, kein Beispiel, weil die Voraussetzungen anders sind. Doris Knaier von Urbanes Wohnen e.V. sammelt gute Beispiele von Neuen Nachbarschaften und bereitet die Beiträge fuer eine spätere Broschüre auf. Bitte senden Sie Informationsmaterialien zu guten Beispielen aus Ihrer Gegend.

Info: doris.knaier@urbanes-wohnen.de
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Impressum
Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. Bundesvereinigung
Haus der Region
Hildesheimer Str. 20
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Fax: 0511 / 475 35 30
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Internet: www.fgw-ev.de
Redaktion: Richard Palm
fgwa-online@freenet.de

Schwerhörigkeit als Filterproblem

Paul am 13. Juli 2011 um 09:56

Liebe Freunde und Sonstige,

“Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören” - dieses Zitat von Kurt Tucholsky habe ich gerade gefunden. Dabei fällt mir ein, dass am 15. Juli, also übermorgen, nicht nur Vollmond ist, sondern auch Freitag, und damit der volle Mond auf unseren Stammtisch fällt. Mehr zum Stammtisch hier: chora.de . Und hier kommt noch etwas zu einem beliebten Stammtischthema (gefunden bei Telepolis):

Schwerhörigkeit als Filterproblem

Peter Mühlbauer 13.07.2011

Warum Menschen ab 40 Lärm als störender empfinden

Bei manchen älteren Menschen zeigt sich Schwerhörigkeit schon beim Zwiegespräch in der ruhigen Wohnung – bei anderen dagegen scheinen nur dann Verständnisschwierigkeiten aufzutreten, wenn viele Hintergrundgeräusche eine Unterhaltung stören. Wissenschaftler haben nun eine Ursache dafür gefunden, dass Senioren Debatten in Gaststätten nicht mehr so gut folgen können wie früher.

In einem Aufsatz im aktuellen Journal of Neuroscience veröffentlicht das Team um den Neurobiologen Benedikt Grothe von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität die Ergebnisse von Experimenten mit Wüstenrennmäusen, bei denen sie nachwiesen, dass die Nervenzellen der Tiere Geräusche um so weniger sorgfältig filtern, je älter diese sind. Dadurch fallen die rezeptiven Felder homogener aus und der Informationsgehalt der übertragenen Signale ist niedriger. Dieser Effekt ist weder eine Schallleitungsschwerhörigkeit (für die das Ohr verantwortlich ist), noch eine Schallempfindungsschwerhörigkeit (deren Ursache im Hörnerv liegt), sondern ein Vorgang, der alleine im Gehirn stattfindet.

Die Gründe dafür vermutet Grothe in einem “Defizit in der zeitlichen Verarbeitung der Information”, das durch einen Mangel beziehungsweise einen Überschuss der Neurotransmitter Glutamat, Glycin und Gamma-Aminobuttersäure (GABA) hervorgerufen wird. Dem Neurobiologen zufolge spricht nichts dagegen, dass dieser Effekt auch bei anderen Säugetieren und damit auch beim Menschen auftritt. Weil Sprache eine relativ komplexe Höraufgabe ist, macht sich der Mangel hier unter anderem dadurch bemerkbar, dass ähnliche Laute nicht mehr so gut unterschieden und Wörter nicht mehr so gut zusammengesetzt werden. Und er sorgt – so Grothe gegenüber Telepolis - wahrscheinlich auch dafür, dass sich Menschen ab dem 40. Lebensjahr durch Lärm eher gestört fühlen als jüngere.

Dass Schwerhörigkeit beim Menschen bald auch medikamentös behandelt werden kann, hält der am Biocenter in Martinsried forschende Wissenschaftler allerdings für unwahrscheinlich: Die dafür theoretisch denkbaren Mittel, die zum Beispiel bei Epilepsie zum Einsatz kommen, hätten beim derzeitigen Stand der Dosierungstechnik nämlich Nebenwirkungen, die schlimmer wären als Schwerhörigkeit. Mehr Potenzial sieht er mittelfristig darin, dass die Ergebnisse seiner Studien in der Konstruktion besserer Hörgeräte Verwendung finden.

Möglicherweise gibt es aber bei der Verschlechterung des Verstehens von Sprache einen weiteren Faktor, dem bislang weder medizinisch noch technisch begegnet werden kann: Bereits 2009 hatte ein Team um Kelly Harris von der Medical University of South Carolina in Charleston 38 Probanden im Alter zwischen 19 und 79 Jahren auf ihre Fähigkeit zum Verstehen von Wörtern hin gestestet und anschließend ihre Gehirne untersucht. Dabei stellten sie fest, dass diejenigen, die die größten Schwierigkeiten beim Hören und Verstehen hatten, eine geringe Gehirnmasse in den Heschl-Querwindungen des Hörzentrums aufwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas P. Bittner

Doktorarbeit: Deutsche waschen zu heiß

Paul am 24. Februar 2011 um 12:44

Pressemitteilung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 24.02.2011 10:55

Internationaler Vergleich: Verbraucher nutzen ihre Spülmaschinen zu ineffizient
Dr. Andreas Archut

Europäische Verbraucher machen im Umgang mit ihren Spülmaschinen gravierende Fehler. Das zeigt eine Vergleichsstudie der Universität Bonn, an der 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien teilnahmen. So spülten viele Teilnehmer Besteck und Teller unnötigerweise vor oder beluden die Geräte nicht vollständig. Mit der Hand zu spülen, ist dennoch keine Alternative: Die Studie zeigt erstmals an in den Haushalten erhobenen Daten, dass Geschirrspüler in punkto Energie- und Wasserverbrauch deutlich umweltfreundlicher sind.

Die in Italien untersuchten Haushalte verbrauchten hochgerechnet durchschnittlich 5.600 Liter Wasser und 100 Kilowattstunden Energie, allein um ihr Geschirr vorzuspülen. Damit könnte ein Geschirrspüler rund 80 Mal betrieben werden. In Schweden waren es im Schnitt immerhin noch rund 3.100 Liter und 60 Kilowattstunden. „Dabei ist das Vorspülen von Hand meist überflüssig“, betont der Haushaltstechniker Professor Dr. Rainer Stamminger von der Universität Bonn. „Moderne Spülmaschinen werden mit Essensresten auch ohne Vorspülen mühelos fertig.“

Stammingers Mitarbeiter Dr. Paul Richter hat die Studie im Rahmen seiner Doktorarbeit durchgeführt. Insgesamt besuchte er 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien. Mit Hilfe von Webcams beobachtete er die Verbraucher in ihrer Küche und führte Verbrauchsmessungen durch. Zudem fotografierten die Teilnehmer ihre beladenen Spülmaschinenkörbe.

Bei der Auswertung dieser Fotos stieß Paul Richter auf eine zweite weit verbreitete Öko-Sünde: „Wir haben festgestellt, dass viele Körbe nur etwa zur Hälfte befüllt wurden“, sagt er. „Wir schätzen, dass etwa jeder zehnte Spülgang eingespart werden könnte, wenn die Maschinen immer voll beladen wären.“

Deutsche waschen zu heiß

Die deutschen Haushalte zeigten sich in der Studie insgesamt recht sparsam beim Einsatz von Wasser und Energie. „Dennoch können auch die Deutschen mehr tun“, betont Professor Stamminger. „Sie nutzen viel zu häufig hohe Programmtemperaturen und verschwenden dadurch unnötig Energie. Dabei reichen bei heutigen Geräten in Kombination mit modernen Reinigungsmitteln meist schon niedrige Temperaturen für ein ausreichendes Reinigungsergebnis.“

Überrascht sind die Wissenschaftler über den hohen Anteil an Geschirrteilen, die gar nicht in den Maschinen landen: Zwischen 20 und 40 Prozent aller Teile wurden einzeln „mal zwischendurch“ unter fließendem Wasser gespült. „Das sollte man aus Gründen der Nachhaltigkeit auf alle Fälle vermeiden“, rät Dr. Paul Richter. Er empfiehlt, dieses Geschirr entweder zu sammeln und dann im befüllten Becken abzuwaschen oder aber die Spülmaschine voller zu beladen.

Geschirrspüler schonen die Umwelt

Die Bonner Wissenschaftler erforschen bereits seit acht Jahren das Spülverhalten von Verbrauchern in Europa. In früheren Untersuchungen hatten sie ihre Probanden noch zum Probespülen ins Labor gebeten. „Jetzt sind wir in die Haushalte gegangen und haben die Daten vor Ort erhoben“, erklärt Stamminger. „Unsere aktuellen Ergebnisse bestätigen die früheren Labormessungen darin, dass Spülmaschinen vergleichsweise umweltfreundlich sind: Spülen mit der Maschine braucht im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen.“

Die Studie wurde von vier Haushaltsgeräte- und Spülmittelherstellern finanziert. „Da solche Querschnittsuntersuchungen des Verbraucherverhaltens bisher noch nirgends durchgeführt wurden, war das Interesse der Industrie an den Ergebnissen natürlich groß“, sagt Stamminger. „Ohne Industriemittel wäre die aufwändige Untersuchung kaum machbar gewesen.“

Die Studie ist auch in Buchform erschienen:
Christian Paul Richter, In-house Consumer Study on Dishwashing Habits in Four European Countries: Saving Potentials in Households with Dishwashing machine, 156 Seiten, ISBN: 978-3-8322-9417-5

Kontakt:
Professor Dr. Rainer Stamminger
Institut für Landtechnik der Universität Bonn
Sektion Haushaltstechnik
Telefon: 0228/73-5955 (Frau Niestrath)
E-Mail: stamminger@uni-bonn.de

Dr. Christian Paul Richter
E-Mail: c.p.richter@uni-bonn.de

Quelle: IDW http://idw-online.de/de/news410512

Adel, Ämter und Allüren

Paul am 21. Februar 2011 um 12:00

Der Zweck einer Dissertation ist nicht, den Doktortitel zu erlangen, sondern den Beweis zu erbringen, dass man zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten fähig ist.

Es gibt Regeln*, die bei der Abfassung einer Dissertatioin beachtet werden müssen. Wer diese Regeln nicht kennt, dem wird es schwer fallen, den Beweis für die Fähigkeit zu wissenschaftlichem Arbeiten zu erbringen.

Die wenigsten Doktoren arbeiten wissenschaftlich. Der praktizierende Arzt zum Beispiel arbeitet nicht wissenschaftlich, braucht also eigentlich auch nicht den Nachweis geführt zu haben, dass er es kann. Eigentlich müsste eher der Nachweis erbracht werden, dass er ein Könner als ein Wisser ist.

Wissenschaft und praktizierte Politik (so wie wir sie wahrnehmen) haben meines Erachtens nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil: Wissen steht dem (klientelgerechten) Handeln mehr im Weg, als dass es hilfreich ist. Der Spruch “Wissen ist Macht” meint eine andere Art von Wissen. Beispiele: Robert Greene: “Power - Die 48 Gesetze der Macht” oder Han Fei: “Die Kunst der Staatsführung” oder Niccolò Machiavelli: “Gedanken über Politik und Staatsführung”.

Wenn nun ein praktizierender Politiker bei der Ausarbeitung seiner Dissertation nicht die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens als maßgebend ansieht, sondern eher die Schriften Han Feis oder Machiavellis - hat der dann nicht bewiesen, dass er ein “guter” Politiker ist? Als guter Wissenschaftler wäre er seiner Partei vermutlich völlig nutzlos.

* Literaturauswahl:
• Georg Rückriem / Joachim Stary / Norbert Franck: “Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens”
• Ewald Standop: “Die Form der wissenschaftlichen Arbeit”
• Klaus Poenicke / Ilse Wodke-Repplinger: “Duden - wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten?”

Wetter und Bildung

Paul am 1. Februar 2011 um 14:28

Es gibt keinen Nebel mehr.

Die Wetterpropheten kündigen nur noch Nebelbildung an. Nebel-Bildung!

“Der Wetterbericht wurde Ihnen präsentiert von … ” (irgendsoeine Zockerbude).

Aber für die Nebel-Bildung ist Annette Schavan zuständig, oder?

Elektroauto

Paul am 28. Januar 2011 um 15:22

Elektro-Automobile werden auch in Zukunft eine nützliche Rolle spielen. Ich schreibe bewusst “Automobile”, das heißt “Selbstbeweger”. Ich meine nicht das Elektro-Auto, also das elektrische “Selbst”.

Elektrisch betriebene Fahrzeuge haben sich bewährt, seit mehr als 100 Jahren. Die Technik der Stromzuführung ist verbesserungsfähig aber schon sehr brauchbar. In U-Bahnen gibt es damit gar kein Problem, die Grube/n-Bahn lernt noch dazu (besonders im Winter). Schwierig ist die Stromversorgung ohne Kabel, weil dann die Energie im Fahrzeug gespeichert werden muss (Batterie, Akku, Kondensator, Brennstoffzelle), aber das wird in der Zukunft kaum noch nötig sein, weil der Mensch unter anderem auch vernünftig handeln kann und das auch tut, wenn ihm gar nichts anderes übrig bleibt.

Vom konventionellen “Auto” oder dem elektrischen “Selbst” - dem Elektroauto - Abschied zu nehmen, wird relativ leicht fallen, wenn andere Spielzeuge attraktiver werden. Auf die Entdeckung dieser Ersatzspielzeuge (Drogensubstitution) sollte mindestens ebenso viel Wert gelegt werden, wie auf die Entwicklung neuer mobiler Stromspeicher. Die mobile Stromversorgung sollte auf die unverzichtbaren Einsatzgebiete optimiert werden, wie zum Beispiel Rettungsfahrzeuge und Busse für den ländlichen Raum.

IHK gegen Solarenergie

Paul am 25. Januar 2011 um 18:15

Aus dem IHK-Newsletter Nr. 462 vom 25. Januar 2011

Als richtig wertet der IHK-Hauptgeschäftsführer [Peter Driessen] die Entscheidung für die Kernkraft. „Mag das Festhalten Merkels und Oettingers an der Kernkraft heute noch unpopulär sein, könnten es ihnen die Stromkunden morgen schon danken: Nirgendwo lässt sich Strom billiger produzieren als in einem abgeschriebenen Kernkraftwerk“, schreibt Driessen. Die in Deutschland jahrelang betriebene Überförderung der Solartechnik sei dagegen preistreibend und ineffizient, wodurch sich die Ökostrom-Umlage um knapp 70 Prozent verteuert habe. Die von Berlin angekündigte weitere Kürzung der Solarförderung sei daher überfällig. Driessen schlägt dagegen vor, mehr in Forschung und Entwicklung neuer Energietechnologien zu investieren.

Gangsterwirtschaft

Paul am 25. Januar 2011 um 18:00

Wie die organisierte Kriminalität Deutschland aufkauft

(ein Buchtipp)

In die Krise geratene deutsche Unternehmen werden mit illegal erwirtschafteten Geldern gerettet - und Politik und Geldelite machen mit. Bestsellerautor Jürgen Roth über Macht und Einfluss krimineller Syndikate.

Allein im letzten Jahr wurden 40 Milliarden kriminell erwirtschaftete Euro in die deutsche Wirtschaft eingespeist. Entweder wird das Geld direkt in kriselnde Unternehmen investiert - wie im Fall der Wadan-Werft in Warnemünde oder der HSBC Bank. Oder aber die Gelder werden über Strohmänner und korrupte Banker auf Konten transferiert und von dort in Aktien, Fonds oder Unternehmen investiert.

Der eigentliche Skandal: Politik und Justiz schauen nicht nur zu, sondern schützen die kriminellen Strukturen auf vielfältige Weise. Jürgen Roth zeigt, Wie Kontrollinstanzen wie die BAFIN bewusst schwach gehalten werden, Abgeordnete, die keine Ahnung haben, auf Druck von Lobbyisten Gesetze durchpeitschen, die der organisierten Wirtschaftskriminalität zugute kommen, und wie die Geldelite mit den Gangstern kooperiert, deren wirtschaftlicher und politischer Einfluss dadurch massiv steigt. Auf der Strecke bleiben Rechtsstaat, Demokratie und Milliarden an hinterzogenen Steuergeldern, die der Öffentlichen Hand und damit den Bürgern fehlen.

Eichborn Verlag 2010 - 19,95 € (D)

Quelle: http://juergen-roth.com/gangsterwirtschaft.html

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Lügen mit Zahlen

Paul am 24. Januar 2011 um 15:40

Zahlen lügen nicht – oder etwa doch? Wie wir mit Statistiken manipuliert werden

Ein Buchtipp

Gerd Bosbach, Professor für Statistik, Mathematik und Empirie am RheinAhrCampus in Remagen, und Jens Jürgen Korff, Historiker und Politologe veröffentlichen heute bei HEYNE ihr Buch „Lügen mit Zahlen - Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“.REMAGEN. Statistiken begleiten uns den ganzen Tag, denn ständig wird etwas in Zahlenreihen erfasst, ausgewertet und verglichen. Das Problem: Mit kleinen Tricks lässt sich fast jede Statistik so frisieren, dass sie nahezu jede Aussage bestätigt – oder widerlegt. Gerd Bosbach, Professor für Statistik, Mathematik und Empirie am RheinAhrCampus in Remagen, und Jens Jürgen Korff, Historiker und Politologe, tauchen in ihrem neuen Buch „Lügen mit Zahlen - Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“ ein in die Welt der Zahlen und erklären, wie leicht man mit ihnen lügen und belogen werden kann.

Wie kommen die glatten Trends in den Wahlprognosen zustande? Gibt es wirklich eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen? Was ist von den blumigen Versprechen der privaten Altersvorsorge zu halten? Warum hat ausgerechnet die Vatikanstadt die höchste Kriminalitätsrate der Welt? Grafiken und Statistiken erwecken den Eindruck von Objektivität und Exaktheit, dabei lässt sich mit ihnen alles und das Gegenteil beweisen. Die Autoren decken auf, wie wir täglich belogen und manipuliert werden, wie repräsentativ Umfragen tatsächlich sind, was eine gefühlte Inflation ist und wie Medikamenten-Studien geschönt werden. Aber dabei bleiben sie nicht stehen, sondern helfen mit einer Check-Liste Anwendern, Fakten für wichtige Entscheidungen zu prüfen.

Ein verständliches und witziges Buch voller Aha-Erlebnisse für alle, die Zeitung lesen, die Nachrichten und Wetterprognosen verfolgen oder wählen gehen.

Prof. Dr. Gerd Bosbach, geboren 1953, lehrt Statistik, Mathematik und Empirie an der Fachhochschule Koblenz, Standort Remagen. Tiefen Einblick in die amtliche Statistik und den Umgang der Politik mit diesen Daten erhielt er bei seiner mehrjährigen Tätigkeit im Statistischen Bundesamt, für das er verantwortlich Finanz-, Wirtschaftsministerium und die wissenschaftlichen Dienste des deutschen Bundestages beriet. Bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung lernte er anschließend alles über „interessensgeleitete“ Statistik. Er hat bereits zahlreiche Beiträge zu den Themen Bevölkerungsentwicklung, Gesundheitsfinanzierung und Statistikmissbrauch veröffentlicht.

Jens Jürgen Korff, M. A., geboren 1960, ist studierter Historiker und Politologe, Autor von Umweltlexika und aktiv im Umwelt- und Klimaschutz. Er lebt im Raum Bielefeld.

Gerd Bosbach, Jens Jürgen Korff: Lügen mit Zahlen - Wie wir mit Statistiken manipuliert werden
Originalausgabe - 320 Seiten - € 18,99 [D] / € 19,60 [A] / CHF 32,90 - ISBN 978-3-453-17391-0

Erscheinungstermin: 24.01.2011

Bestellen: http://amzn.to/epBOzv

alternativlos konsensfähig

Paul am 19. Januar 2011 um 12:30

Alternativlos ist Unwort des Jahres 2010. Das passt, und auch die offizielle Begründung gefällt mir gut.

Hier in Hinterbayern höre ich von maßgeblichen Vordenkern immer wieder: “Wenn Sie wollen, dass man Sie ernst nimmt, müssen Sie erstmal beweisen, dass Sie konsensfähig sind”.

Also, erst wenn ich bewiesen habe, dass ich (z.B.) die Meinung meines Oberbürgermeisters überzeugend selbst vertreten kann, ist der bereit, mich zu verstehen. Ansonsten: “Sie sind ja als Querulant bekannt. Mehr sag ich nicht.”

Industrie (DIHK) warnt vor Datenschutz

Paul am 19. Januar 2011 um 11:50

Änderung der EG-Datenschutz-Richtlinie: DIHK warnt vor möglicher „Wirtschaftsbremse“

aus dem IHK-Newsletter Nr. 461 vom 18. Januar 2011

Der DIHK hat an der Konsultation der EU teilgenommen und hierbei Strategieüberlegungen der EU im Vorgriff auf eine beabsichtigte Änderung der EG-Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG bewertet. Ausdrücklich begrüßt der DIHK, dass EU-weite Regelungen zur Erleichterung des Datentransfers in Drittländer sowie zum Datenfluss in Konzernen geschaffen werden sollen. Überlegungen der EU, die Einwilligung als Regelungsinstrument einzuschränken, erteilt der DIHK eine klare Absage. „Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen, denen das Instrument der Betriebsvereinbarung nicht zur Verfügung steht, ist die Einwilligung ein unverzichtbares Instrument zur vertrauensvollen Zusammenarbeit im Betrieb und darf daher nicht über eine EU-weite Regelung eingeschränkt werden“, so die IHK-Juristin Rita Bottler. Ferner darf Datenschutz sich nicht als Wirtschaftsbremse erweisen, fordert der DIHK. In einer globalisierten Wirtschaft müsse auch das Prinzip des Selbstdatenschutzes gesetzlich implementiert werden. „Im Internetzeitalter“, so Bottler, „sind Länder- sowie EU-weite Regelungen ohnehin nur begrenzt erfolgversprechend.“

Ansprechpartner:
Rita Bottler mailto:Bottler@muenchen.ihk.de Tel: +49 89 5116 683

DIHK = Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Bio essen kann sich jede/r leisten

Paul am 14. Januar 2011 um 14:28

Diese Bücher helfen weiter:

Arm aber Bio!: Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen. Ein Selbstversuch http://amzn.to/dOiS7N - 11,95 €

“Rosa Wolff, seit vielen Jahren Food-Journalistin, Kochbuchautorin und Restaurant-Testerin (und im Moment selbst knapp bei Kasse), hat es ausprobiert und einen Monat lang versucht, sich von 4,35 Euro am Tag ausschließlich mit Bio-Lebensmitteln zu ernähren.”

Hartz IV in aller Munde: 31 Tage Vollwertkost bei knapper Kasse http://amzn.to/ibnQul - 12,45 €

“Kann man sich 31 Tage lang von dem im Hartz IV vorgesehenen Anteil von 132 Euro wirklich vollwertig-biologisch ernähren? Der Autorin wurde diese Frage im Rahmen ihrer Vollwert-Webseite als Aufgabe gestellt. Sie nahm die Herausforderung an: und beantwortet die Frage mit einem eindeutigen “Ja”.”

lokal handeln

Paul am 6. Januar 2011 um 13:44

Un-mittel-bare Kommunikation ist durch nichts zu ersetzen. Unmittelbar heißt ohne Mittel oder wie man heute sagt: ohne (die) Medien.

Utopia.de ist bis jetzt Medium - aber für was?

Es hat Revolutionen gegeben lange bevor Fotokopierer, Fax, Internet, E-Mail, Handy, Facebook erfunden waren. Heute haben wir Medien. Das wirkliche soziale und politische Leben, das der oder die Einzelne mitgestalten kann, findet nicht weiter entfernt statt, als jede/r auf natürliche Weise hören, sehen und fühlen kann.

Gutmensch

Paul am 6. Januar 2011 um 13:14

Gut ist, wer das tut, was er tun kann und wer das, was er tut, kann. “Gutmensch” ist eine unfreundliche Wortschöpfung, erdacht von Menschen, die gemerkt haben, dass es bequemer ist, nicht gut zu sein.

“Niemand ist verpflichtet, mehr zu tun als er kann” Rosa Luxemburg

Zweifel

Paul am 6. Januar 2011 um 13:01

Zwei-fel ist wertvoll, nicht (nur) schlecht. Mit zwei Fingern lässt sich leichter etwas fassen, erfassen, begreifen, als mit einem - besonders, wenn der Daumen, der Gegenspieler, die Gegenkraft, beteiligt ist.

Benzin aus Wasser, CO2 und Sonnenlicht

Paul am 5. Januar 2011 um 17:50

 

Einem Forschungsteam um Aldo Steinfeld, Professor an der ETH Zürich und Laborleiter am Paul Scherrer Institut, ist es gelungen, mit Solarenergie aus Wasser und Kohlendioxid Treibstoff zu erzeugen. Dazu haben die Wissenschaftler einen Solar-Reaktor entwickelt, in dem konzentrierte Sonnenstrahlung das dafür nötige stabile und schnelle thermochemische Verfahren antreibt.

Sonnenenergie ist sauber und steht unbegrenzt zur Verfügung; sie ist aber nicht dauernd verfügbar sowie ungleichmässig über die Erdoberflache verteilt. Weltweit stellen sich Wissenschaftler deshalb die Frage: Wie kann man Sonnenenergie speichern, um diese von den sonnigsten Flecken der Erde in die industrialisierten Zentren zu transportieren, wo die meiste Energie benötigt wird? Diese Frage motiviert Forscher nach Rezepten zu suchen, wie Sonnenlicht in chemische Energieträger umgewandelt werden kann, und zwar in Form von flüssigen Treibstoffen, die über lange Zeit gespeichert und über weite Distanzen transportiert werden können - Treibstoffe notabene, die nicht nur Autos, Schiffe und Flugzeuge antreiben, sondern die gesamte nach Öl lechzende Weltwirtschaft nachhaltig versorgen können.

Neuartiger Solar-Reaktor gebaut

Einem Forschungsteam um Aldo Steinfeld, Professor für Erneuerbare Energieträger an der ETH Zürich und Leiter des Labors für Solartechnik am Paul Scherrer Institut (PSI), ist es nun gelungen, ein solches Rezept inklusive “Kochtopf” - sprich Solar-Reaktor - zu entwickeln. Mit einem radikal neuen Prozess wird Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) umgewandelt in ein Gemisch von Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO). Diese Kombination wird als Syngas bezeichnet und stellt eine Vorstufe von Benzin, Kerosin und anderen flüssigen Treibstoffen dar. Gemeinsam mit Kollegen des California Institute of Technology (Caltech) stellen die ETH- und PSI-Forscher den neuen Solar-Reaktor sowie die experimentellen Resultate in der Fachzeitschrift Science vor.

Die zugrundeliegende Idee besteht darin, Wasser und CO2 in einem zweistufigen Verfahren mit Hilfe von Sonnenenergie aufzuspalten. In einem ersten Schritt lenken die Wissenschaftler konzentriertes Sonnenlicht durch eine mit einem Quarzglas abgedichtete Blendenöffnung in den Solar-Reaktor. In dessen Hohlraum befindet sich ein Zylinder aus Ceriumoxid, der bei einer Temperatur von 1500°C reduziert wird. Dabei gibt das Material Sauerstoffatome aus der Struktur ab. Im zweiten, Schritt lässt man das reduzierte Ceriumoxid bei etwa 900°C mit Wasserdampf und CO2 reagieren; dabei werden die Wasser- und CO2-Moleküle aufgebrochen. Die dabei freiwerdenden Sauerstoffatome werden in die Materialstruktur integriert, sodass das Ceriumoxid wieder in der Ausgangsform vorliegt und der Kreisprozess erneut gestartet werden kann. Übrig bleibt reines Syngas aus H2 und CO.

Mit der Kraft von 1500 Sonnen

Die Wissenschaftler testeten ihren Reaktor-Prototyp am Hochfluss-Solarsimulator des PSI. Dabei verwendeten sie eine Strahlungsintensität, die der Kraft von 1500 Sonnen entspricht. Der Umwandlungwirkungsgrad von Sonnenenergie in Treibstoff betrug dabei 0,8 Prozent. Dieser Wert ergibt sich aus dem Brennwert des produzierten Syngas, geteilt durch den Input an Strahlungsenergie. «Diese Wirkungsgrade sind um zwei Grössenordnungen höher als diejenigen, die man mit herkömmlichen photokatalytischen Methoden zur CO2-Spaltung erzielt hat», erklärt Aldo Steinfeld und betont: «Die Resultate, die wir in Science veröffentlichen, belegen die Machbarkeit von solarbetriebenen thermochemischen Verfahren zur Herstellung von Treibstoff aus Kohlendioxid und Wasser.»

Zurzeit sind Steinfeld und seine Gruppe daran, den Solar-Reaktor so zu optimieren, dass er auch in grossem Massstab - im Megawatt-Bereich - in Solarturm-Anlagen eingesetzt werden kann. Solche Anlagen sind bereits kommerziell zur Stromerzeugung im Einsatz. Steinfeld glaubt, dass noch grosse Anstrengungen nötig sind, bevor seine Solarreaktortechnologie in der Praxis eingesetzt wird. «2020 sollten wir aber soweit sein, dass die erste industrielle Solartreibstoff-Anlage in Betrieb gehen und einen zentralen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung der Zukunft leisten kann».

Chueh WC, Falter C, Abbott M, Scipio D, Furler P, Haile SM, Steinfeld A. High-Flux Solar-Driven Thermochemical Dissociation of CO2 and H2O using Nonstoichiometric Ceria, doi: 10.1126/science.1197834

Wenn heute Bundestagswahl wäre, wem würden Sie ihre Zweitstimme geben?

Paul am 22. Dezember 2010 um 10:26

Utopia stellt die Donnerstagsfrage …

utopia-wahl

Kapital, Politik und Theologie

Paul am 16. Dezember 2010 um 13:38

“Wo nicht der Mensch, sondern das zinstragende Kapital der Gegenstand ist, dessen Erhaltung und Mehrung der Sinn und das Ziel der politischen Ordnung ist, da ist der Automatismus schon im Gang, der eines Tages die Menschen zum Töten und Getötetwerden auf die Jagd schicken wird.” (Prof. Karl Barth, Theologe)

“Wir zweifeln nicht daran, daß eine Zeit kommen wird, in der sich eine christliche Bewegung gegen den Zins erhebt.” (Friedrich Naumann, Theologe)

Bauexpertenforum - Ende der Sperre: Nie

Paul am 14. Dezember 2010 um 02:20

Protokoll einer Sperrung

Quelle: http://www.bauexpertenforum.de/

Uxxxxxx 13.12.2010 20:49
Fertighaus nach Wunsch
Hallo,
meine Frau und ich sind auf der Suche nach einem Fertighaushersteller der Architektenentwürfe verwirklichen kann. Auf der Suche im Internet bin ich auf eine Polnische Firma mit Sitz in Deutschland gestoßen P** V***P***. Kennt jemand diese Firma, wenn ja hat jemand mit ihr zufällig gebaut. Sie wirbt mit günstigen Häusern, weil die Häuser wohl in Polen gefertigt werden. Selbstverständlich ist günstig bauen das Ziel eines jedem, aber ist da auch noch die Qualität gewährleistet!?!

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habito 13.12.2010 21:32
Schlüsselfertig – Haus vom Architekten
Eine der erstaunlichsten Erscheinungen ist, dass man sich einbildet, von abhängigen Menschen unabhängige Meinungen erwarten zu dürfen.
(Sigmund Graff, dt. Bühnenschriftsteller, 1898–1979)

Sie haben sich vielleicht schon die eine oder andere Zeitschrift über das Bauen angesehen. Dann kennen Sie auch die Angebote der Fertigbauunternehmen. Das Fertighaus kann eine zweckmäßige Alternative zum herkömmlichen Haus sein. Sie stehen als Bauherr aber keinesfalls vor der Entscheidung zwischen einem Fertighaus oder einem Architektenhaus – auch wenn das in der Werbung gerne so dargestellt wird.

Ein Haus in Fertigbauweise kann auch von einem Architekten realisiert werden. Was bringt das? Der Architekt vertritt die Interessen des Bauherren, das heißt, er wird Sie nach bestem Wissen und Gewissen beraten. Dazu gehört auch, dass für Ihr Projekt vergleichbare Angebote von mehreren Herstellern eingeholt werden.

Schließen Sie gleich einen Vertrag mit einem Fertigbauunternehmen ab, haben Sie keinen Berater mehr zur Seite, der Ihre Interessen vertritt. Statt eines individuellen Hauses bekommen Sie ein Massenprodukt. Der Fertigbauer wird Ihnen das verkaufen, was er in seinem Werk herstellen kann, auch wenn Sie ursprünglich ganz andere Vorstellungen von Ihrem neuen Haus hatten. Entscheiden Sie sich zu schnell für ein Fertigbauunternehmen, machen Sie sich unnötig abhängig. Preisvergleiche und -verhandlungen sind dann nicht mehr möglich.

Geändert von Baufuchs (13.12.2010 um 22:13 Uhr) Grund: Werbelinks entfernt/Bitte Nutzungsbedingungen beachten

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habito 13.12.2010 23:25
Werbelinks?

Werbelinks? Was für Werbelinks?
Wieso darf “Baufuchs” hier zensieren?

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Vxxxx 13.12.2010 23:34
Weil er es darf! Ist eigentlich ganz einfach in dieser gemütlichen Runde. Ärgere niemanden bei dem BAUEXPERTENFORUM in der Beschreibung steht.

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habito 13.12.2010 23:37
Wieso darf “Baufuchs” hier zensieren?
Klar, dass dem “Baufuchs” als Bauunternehmer und Generalunternehmer meine begründeten Aussagen im Link nicht zu seinen ganz eigenen Geschäftsinteressen passen. Mit welchem Recht darf er meinen Beitrag stutzen, um die Leser nicht auf das Problem mit seinem Berufsstand aufmerksam zu machen?

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habito 13.12.2010 23:40
Ich ärgere niemanden. Der ärgert sich. Und tut, was unintelligente, aber mächtige Menschen in diesem Falle tun: zensieren.

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habito 13.12.2010 23:49
Zensur: Zutreffendes bitte streichen.:eek:

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Josef 13.12.2010 23:51
Zitat:
Grund: Werbelinks entfernt/Bitte Nutzungsbedingungen beachten

der ärgert sich nicht sondern passt auf daß die Nutzungsbedinungen im Forum eingehalten werden, ansonsten würde hier bald Chaos herrschen (!)
Zitat:
7. kommerzielle und private Nutzung
Es ist den Mitgliedern des Forums untersagt - in welcher Form auch immer - Werbung für kommerzielle Produkte oder Dienstleistungen zu machen. Werbung ist nur nach vorheriger, schriftlicher Genehmigung durch den Betreiber erlaubt. Das Benutzen des eigenen Firmennamen, Firmennamen des Arbeitgeber sowie anderer namhafter Firmen als Benutzername ist VERBOTEN. Entweder werden diese bei Auftreten geändert oder gelöscht (ein Hinweis an die Forenbetreiber genügt). Ausgenommen es existiert eine schriftliche Genehmigung durch die Forenleitung.
J.T.
Jeder bekommt des was er verdient … “oder” bestellt hat (!)
http://www.TWF-TEC.de

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habito 14.12.2010 00:04
Ich habe die Nutzungsbedingungen eingehalten. Ich habe keine Werbung gemacht. Es ist einfach so, dass hier die privatwirtschaftlichen Interessen von “Baufuchs” Vorrang vor sachlichen Informationen haben, die für Bauherren nützlich, aber für Bauunternehmer nachteilig sind.

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Josef 14.12.2010 00:08
das was sie jetzt rein geworfen haben … ist pure Eigenwerbung und genauso sah es der Baufuchs drum hat er den Link gelöscht (!)
und ich lösch diese Eigenwerbung jetzt auch (!)

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habito 14.12.2010 00:19
Sie nennen die Wahrheit Eigenwerbung, weil sie Ihrem Geschäft nicht dienlich ist.
Ja, hoffentlich bekommen Sie, was Sie verdient haben.
Was ist eigentlich http://www.twf-tec.de/ in Ihrem Beitrag?

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Josef 14.12.2010 00:24
ich hab ihren Text nicht gelesen … ich hab den Titel des Textes über Google zurück verfolgt und bin auf Ihrer Seite gelandet, also Eigenwerbung (!)
und jetzt halten Sie sich bitte zurück ich kann so eine Konversation wie in Ihrem letzten Beitrag nicht leiden (!)

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habito 14.12.2010 00:29
Zitat:
Zitat von Josef (Beitrag 534138)
ich hab ihren Text nicht gelesen … ich hab den Titel des Textes über Google zurück verfolgt und bin auf Ihrer Seite gelandet, also Eigenwerbung (!) und jetzt halten Sie sich bitte zurück ich kann so eine Konversation wie in Ihrem letzten Beitrag nicht leiden (!)

Ich verstehe ja, dass Sie das nicht leiden können - die Gründe habe ich ja schon geschrieben. Und Sie urteilen über etwas, das Sie nicht gelesen und verstanden haben.

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Josef 14.12.2010 00:29
ich mag mir das nicht raushängen lassen aber da Sie neu hier sind lesen Sie das mal:
http://www.bauexpertenforum.de/impressum.php
und das ist jetzt garantiert die letzte Aufforderung an Sie (!)

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habito 14.12.2010 00:34
Bauexpertenforum - Fertighaus nach Wunsch 14.12.10 00:40
http://www.bauexpertenforum.de/printthread.php?t=50219&pp=40
letzte Aufforderung
Zitat:
Zitat von Josef (Beitrag 534141)
und das ist jetzt garantiert die letzte Aufforderung an Sie (!)

Gute Idee. Hilft ja auch nicht.
Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet: Was ist eigentlich http://www.twf-tec.de/ in Ihrem Beitrag?

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Josef 14.12.2010 00:36
Haben Sie immer noch nicht kapiert … das Forum in dem Sie sich tummeln gehört mir … rechtfertigen Sie sich in ihrem eigenen Haus ?

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habito 14.12.2010 00:39
Alles klar
Zitat:
Zitat von Josef (Beitrag 534141)
ich mag mir das nicht raushängen lassen aber da Sie neu hier sind lesen Sie das mal:
http://www.bauexpertenforum.de/impressum.php
und das ist jetzt garantiert die letzte Aufforderung an Sie (!)

Meinen Sie das:
Willkommen bei der Thalhammer GmbH!
Wir sind für Sie genau der richtige Ansprechpartner für Neubau, Reparaturen oder Spezialbauten. Egal, ob Reihenhäuser im komplizierten Split-Levelverfahren oder Villengebäude mit Gesimse an den Fassaden, die Baufirma Thalhammer bemühte sich stets, treu ihrem Motto, um bestmögliche Ausführung.

Klar, dass Sie etwas gegen Architekten haben.

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habito 14.12.2010 00:50

Zitat von Josef (Beitrag 534143)

Haben Sie immer noch nicht kapiert … das Forum in dem
Sie sich tummeln gehört mir … rechtfertigen Sie sich in ihrem eigenen Haus ?

Tun Sie halt nicht so unabhängig und unparteiisch, wenn Sie tatsächlich nur den eigenen Vorteil im Blick haben. Können Sie nicht ehrlich zu Ihrem Tun stehen?

Dieses Forum dient Ihrer Auftragsbeschaffung, das habe ich schon “kapiert”. Aber der Name “Bauexpertenforum” ist irreführend, wie Sie an meinen Beiträgen gemerkt haben (könnten). Ich habe Sie ernst genommen. Ich bitte um Entschuldigung.

Mit freundlichen Grüßen

habito

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Sie wurden aus folgendem Grund gesperrt:
Es wurde keine Begründung angegeben.

Ende der Sperre: Nie

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 00:52 Uhr.

–––

Von:       forum@bauexpertenforum.de
Betreff:     Neue Private Nachricht bei Bauexpertenforum
Datum:     14. Dezember 2010 00:44:23 MEZ

Hallo ******,

Sie haben im Forum Bauexpertenforum eine Warnung erhalten.

Grund:
————–
Beleidigung

wenn ich zu Besuch bei jemanden bin dann pinkle ihm nicht in´s Wohnzimmer (!)

ich hab sie mehrmals höflich gebeten sich an die Regeln hier zu halten … ich hab die faxen jetzt dick Good Bye (!)