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gesund bauen, anders wohnen, besser leben

11. September 2018
von Paul
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Fuzzy Control für den Planeten Erde

Von Matthias Brendel –  Frankfurter Rundschau vom 30. März 1999

„Kein Deich – kein Land – kein Leben“ (Albert Brahms, Pionier des Deichbaues in Ostfriesland, 1692-1758)

Dem freien Spiel der Kräfte hatten die Friesen ihr Schicksal lange genug über-lassen. Hunderte von Jahren siedelten sie im tiefen Land. Vor den regelmäßigen Fluten schützte sich ein jeder, so gut er eben konnte. Eine Herde abgesoffenes Vieh, ein paar Ertrunkene von den kleinen Katastrophen abgesehen lief alles recht und schlecht, bis die große Flut vom 16. Januar 1362 die Küste überrannte. Binnen einer Nacht zeichnete die Nordsee die Landkarte neu, schätzungsweise 100000 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die Katastrophe bewirkte einen wichtigen und notwendigen Einschnitt in Geschichte und Kultur des verbliebenen Nord-, Ost- und Westfrieslands: Die Menschen begannen verstärkt, die gefährlichen Fluten mit Deichen zu bändigen.

Leicht war das nicht, und zahlreiche Unglücke belegen, welch hohen Blutzoll die Friesen für ihre Fehler zahlen mußten. Es ist das Verdienst des Deichbau-Pioniers Albert Brahms, daß er versuchte, die Fluten zu verstehen. Ihrem scheinbar willkürlichen Wesen setzte er ein gut durchdachtes System von Dämmen entgegen. Der Mensch gewann. Gewann? Die Deiche halten. Noch.

Es war nicht das erste Mal, daß Menschen steuernd und für sie nutzbringend in Ökosysteme eingriffen. Komplexe, scheinbar unregierbare Vorgänge zu erkennen und zum eigenen Vorteil zu steuern ist eine Jahrtausende alte Kunst, die mit Ackerbau und Viehzucht erfolgreiche begann. Dennoch steckt die Erkundung dieser gestalterischen Möglichkeiten, ihrer Wirkweise und ihrer Grenzen noch in den Kinderschuhen. Nur wenige Lehrstühle im deutschsprachigen Raum beschäftigen sich überhaupt mit Systemforschung; darunter sind Professor Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und sein Kollege Michael Hauhs vom Bayreuther Institut für terrestrische Ökosystemforschung. Beide Wissenschaftler verfolgen unterschiedliche, jedoch wegweisende Ansätze. Während sich Hauhs besonders mit der Analyse von lokalen Waldökosystemen beschäftigt, wählt Schellnhuber unter dem Schlagwort „Geokybernetik“ einen eher perspektivischen Ansatz.

Das Futter und die Fresser

Von einem noch immer unter vielen Umwelt- und Naturschützern verbreiteten Mythos haben sich sowohl Hauhs als auch Schellnhuber dabei längst verabschiedet: Daß sich alles schon zum Guten wenden werde, wenn man die Natur nur ließe. Jene unsichtbare, alles ordnende Hand, welche der Nobelpreisträger Milton Friedman im sich selbst überlassenen Weltwirtschaftssystem geortet haben will, im wirklichen Lehen existiert derartiges garantiert nicht.

Das wechselnde Angebot von Futter und Fressern kann natürliche Systeme durchaus ändern und frühere Funktionen zerstören: Nur im Idealfall lebt die große Herde Schafe in Harmonie mit dem Wolf, aus welcher dieser nur die jeweils kranken, schwachen, alten oder sonstwie nicht lebensfähigen Tiere reißt, [im so den Gesamtbestand der Art zu sichern. Dieses Prinzip funktioniert solange, wie der Krankenstand der Schafe genau mit dem Nahrungsbedarf des Wolfes korreliert. Diese Situation kann aber nur zufällig und immer nur für kurze Zeit eintreten. Eine Seuche unter den Schafen hervorgerufen etwa durch einen von Vögeln eingeschleppten Erreger kann das Nahrungsangebott daran, den Ausstoß der Grube im 19. Jahrhundert rasant zu erhöhen, als mit der Eisenbahn ein geeignetes Mittel für den Antransport von Kohle und Abtransport der Metalle zur Verfügung stand. 1988 war die Mine Rammelsberg erschöpft und wurde geschlossen.

„Die materiellen Ziele der Menschen und die ihnen zur Verfügung stehenden Technologien bestimmen die Geschwindigkeit des Wirtschaftens“, schließt daraus Hauhs. Dabei ist der Mensch aufgrund der gemeinsamen Naturgeschichte stets in die Abhängigkeit von Ökosystemen eingebunden geblieben. Und erschrocken betrachtet er sein Werk: „Naturschutz und die Bewahrung von nutzbarem Naturpotential ist in diesem Sinn ein aktuelles Ziel, das typisch für Anschauungskulturen ist“, erklärt dies der Bayreuther Forscher. Gleichzeitig wendet sich Hauhs gegen eine Unterscheidung zwischen natürlichen und kulturellen Systemen: „Diese Differenzierung verstärkt oft nur Mythen über ,natürliche‘ Ökosysteme und deren Möglichkeit, ihre eigene Stabilität zu organisieren.“

Hier wird ein gravierender Konflikt zwischen Naturschutz und Umweltschutz deutlich: Während ersterer die Bewahrung oder Rekonstruktion sich ändernder und mangels menschlicher Kompetenz wohl nicht rekonstruierbarer Systeme postuliert, stellt Umweltschutz die tiefere Bedeutung des Begriffes „errät es den Mensch in den Mittelpunkt seiner Bemühungen. Das Ziel von Umweltschutz ist in erster Linie eben die Erhaltung menschengerechter Lebensbedingungen. Ob diese in Deichbau münden oder aber in das Einreißen zu vieler Dämme, ist das Ergebnis kluger menschlicher Steuerung und nicht einer rechtschaffenen Philosophie.

Auch für Hans Joachim Schellnhuber ist das Thema Systemsteuerung keine Frage des „ob“, sondern des „wie“: Um letztlich erfolgreich zu bestehen, propagiert Schellahuber das System der „Fuzzy-Control“. Diese wiederum basiert auf dem Prinzip eines grob gesetzten Plans, welcher nur durch ständige Neu-Entscheidungen eneichbar wird: Der Mensch als mit einem ungefähren Ziel ausgestatteter „Pacman“‚ der auf der Flucht vor seiner Vernichtung ziemlich orientierungslos ein Labyrinth durcheilt und seine Haut nur rettet, indem er sich auf immer neue Bedrohungen und Chancen – einrichtet. Ein auf den ersten Blick eingängiges Vorgehen, dessen erfolgreiche Umsetzung allerdings auf komplexer Informationsverarbeitung beruht. „Die richtige Verknüpfung von Panorama-Blick und lokaler Information erlaubt es, klug und chancenorientiert auf Sicht zu steuern“, erklärt Schellnhuber.

Eine Aufgabe für die UN

Michael Hauhs möchte zunächst die bestehenden Kenntnisse über natürliche Systeme durch gezielte Simulationen erweitern, um so eine „Integration von Erklärungs- und Gestaltungskompetenz von Ökosystemen zu erreichen“. Für die unverzichtbare Einbindung von Erfahrungswissen der Praktiker in die lokale Systemanalyse stelle „interaktive Simulation eine neue Kommunikationsbasis dar“, so Hauhs. Mühsam erworbene Erfahrung im Hinterkopf, die aktuelle Situation vor Augen und die Möglichkeiten moderner Computertechnik schaffen gemeinsam eine brauchbare Entscheidungsgrundlage.

Schellnhuber geht einen Schritt weiter. Er fordert, die Befugnis über die Eingriffsrechte des Menschen in die Natur einer supranationalen Behörde zu übergeben, die aus den Vereinten Nationen entstehen könnte. „Allons corriger le futur!“, lautet die Botschaft des Geokybernetikers.

Weitere Infos zum Deichbau an der Nordseeküste: Sielhafenmuseum in Carolinensiel, 04464 /456, Buchtip: Hans-Janchim Schellnhuher, Volker Wenzel: „Earth System Analysis“, Springer Verlag Berlin l Heidelberg 1998, 63,13 Euro.

http://www.bitoek.uni-bayreuth.de/PlainHTML/News/fuzzy.html

10. September 2018
von Paul
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Nachhaltige Landwirtschaft erhöht Ernteerträge

Auf einer Konferenz in London wurden die Untersuchungsergebnisse der bisher größten Studie über umweltverträgliche und nachhaltige Anbaumethoden in der Landwirtschaft bekannt gegeben – mit überraschenden Ergebnissen.

Der Autor der Studie, Jules Pretty von der University of Essex erklärte: „Die nachhaltige Landwirtschaft war in den letzten 10 Jahren die effektivste Methode um die Ernteerträge zu erhöhen. Dabei gehört der Verzicht auf das Pflügen zu den verbreitetsten Methoden.“

Etwa drei Prozent der landwirtschaftlich bearbeiteten Flächen in den Entwicklungsländern werden bereits nach dem Prinzip der nachhaltigen Landwirtschaft bearbeitet, das entspricht in etwa der Fläche Italiens. Die Ernteerträge sind dadurch sprunghaft angestiegen, teilweise um bis zu 40 bis 100%.

Nach dem Prinzip der umweltverträglichen und nachhaltigen Landwirtschaft (Sustainable agriculture) werden Bauernhöfe nicht nur nach ökonomischen sondern auch nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Die nachhaltige Landwirtschaft bemüht sich darum, die Landwirtschaft auch aus ökologischer Perspektive zu verstehen – wie interagieren Pflanzen, Tiere, Insekten und andere Organismen, wie funktioniert der Nährstoff und Energiekreislauf und wie kann das Land ökologisch aber auch ökonomisch bewirtschaftet werden?

Um die Nachhaltigkeit und die Umweltverträglichkeit eines Bauernhofes zu erhöhen werden dann je nach Fall verschiedene Bewirtschaftungsformen angewendet, wie beispielsweise eine bessere Ausnutzung der Bauernhofabfälle als Dünger, eine größere Vielfalt an Produkten oder auch der Verzicht auf das Pflügen.

Durch den Verzicht auf das Pflügen siedeln sich Pflanzen auf den abgeernteten Flächen an und die Bodenerosion durch Wind oder Niederschlag wird verringert. Vor allem organische Nährstoffe die in tieferen Bodenschichten vorkommen werden so vor der Erosion bewahrt, da sie ohne das Pflügen nicht an die Bodenoberfläche gelangen.

„Die nachhaltige Landwirtschaft ist in den letzten zehn Jahren von der Methode einiger Enthusiasten zu einer breiten Bewegung geworden, mit der sich jetzt auch Regierungen befassen. Die Methode ist billig, nutzt die örtlich vorhandene Technologie und verbessert oft die Umwelt. Sie hilft vor allem den Leuten, die Hilfe brauchen – armen Bauern mit ihren Familien, die den Großteil der hungernden Menschen in der Welt ausmachen“, betonte Pretty.

Quelle: Ralf Möller, bild der wissenschaft 19.01.2000

7. September 2018
von thobit
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Warum sterben Bakterien auf Kupferoberflächen? Forscher enträtseln wichtiges Detail des Phänomens

Friederike Meyer zu Tittingdorf Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

Seit langem ist bekannt, dass Kupferoberflächen gefährliche Keime stoppen können. Warum Bakterien jedoch sterben, wenn sie mit Kupfer in Berührung kommen, ist nicht vollständig geklärt. Biochemiker der Universität Bern haben jetzt gemeinsam mit Materialforschern der Universität des Saarlandes ein wichtiges Detail des Phänomen enträtselt. In Laborversuchen konnten sie beweisen, dass die Bakterien nur dann verenden, wenn sie in direktem Kontakt mit der Kupferoberfläche stehen. Einzelne Kupferionen in einer Flüssigkeit reichen dafür oft nicht aus.

Diese Erkenntnis wird Materialforschern dabei helfen, Beschichtungen zu entwickeln, die Bakterien hemmen können, etwa für Türklinken und Lichtschalter in Krankenhäusern. Das Forschungsergebnis haben die Wissenschaftler jetzt gemeinsam in der Fachzeitschrift „Applied and Environmental Microbiology“ der American Society for Microbiology veröffentlicht.

Rund 500 000 Menschen erleiden laut Robert Koch-Institut jährlich eine Infektion im Krankenhaus. Wie viele daran sterben, schätzen Fachleute unterschiedlich ein. Die Angaben schwanken zwischen 15 000 bis 40 000 Todesfällen pro Jahr. „Das sind mehr Menschen als im Straßenverkehr sterben“, vergleicht Marc Solioz, Professor für Biochemie der Universität Bern. Gemeinsam mit Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Saar-Uni, will der Schweizer Kupfer-Experte antibakterielle Beschichtungen entwickeln, um damit die Ausbreitung gefährlicher Infektionen in Krankenhäusern einzudämmen. „Für solche neuen Materialien müssen wir aber zuerst verstehen, auf welche Weise das Kupfer die Bakterien tötet. Denn Kupfer ist zugleich das dritthäufigste Spurenelement im menschlichen Körper und dort offenkundig nicht schädlich“, erläutert Solioz.

Mindestens fünf verschiedene Erklärungsmuster werden derzeit weltweit von Wissenschaftlern untersucht. „Einige vermuten, dass Kupfer die Zellwand der Bakterien destabilisiert und diese dadurch auslaufen. Andere Forscher gehen davon aus, dass sich Kupfer an die DNA der Keime bindet und die Gensequenzen in kleine Stücke zerteilt“, fasst Marc Solioz zusammen. Fakt ist, dass sich im Inneren von getöteten Bakterien unter dem Elektronenmikroskop Kupferionen nachweisen lassen. Wie das Kupfer ins Innere der Zellen gelangt, ist noch unklar, ebenso, wie der zerstörerische Prozess bei Bakterien ausgelöst wird.

Im Laborversuch nutzten die Forscher die Laserinterferenztechnologie am Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS) in Saarbrücken, das von Professor Mücklich geleitet wird. Eine Kupferplatte wurde dort mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Mit pulsierenden Laserstrahlen schossen die Materialforscher winzige Löcher in diese Schicht und erzeugten so ein wabenartiges Muster. Die Löcher waren mit einem halben Mikrometer, einem Millionstel Meter, kleiner als der Durchmesser der Bakterien. „Das für uns überraschende Ergebnis war, dass die Bakterien auf dieser Oberfläche nicht abgestorben sind, obwohl Kupferionen freigesetzt wurden“, erläutert Professor Mücklich. Im Vergleichsversuch mit einer unbeschichteten Kupferplatte und der gleichen Konzentration von Kupferionen waren alle Bakterien nach wenigen Stunden vernichtet. „Dies zeigt, dass die Bakterien vor allem beim direkten Kontakt mit der Kupferoberfläche absterben. Offenbar wird dadurch erst die Zellhülle angegriffen und so die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Kupferionen die Zellen völlig zerstören können“, schlussfolgert das interdisziplinäre Forscherteam. Dies lässt vermuten, dass komplexe elektrochemische Prozesse zwischen Kupferplatte und Keimen auf der Oberfläche eine Rolle spielen. Sie müssen nun noch genauer erforscht werden, damit aktiv keimtötende Materialoberflächen auf Kupferbasis entwickelt werden können.

Der Fachartikel „Contact killing of bacteria on copper is suppressed if bacterial-metal contact is prevented and is induced on iron by cooper ions“ der Autoren Salima Mathews, Michael Hans, Frank Mücklich und Marc Solioz ist in der Zeitschrift „ Applied and Environmental Microbiology“ erschienen.

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Frank Mücklich
Universität des Saarlandes / Material Engineering Center Saarland (MECS)
Tel. + 49681 / 302-70501
E-Mail: muecke@matsci.uni-sb.de

Michael Hans
Universität des Saarlandes
Tel: + 49 681 / 302-70545
E-Mail: michael.hans@mx.uni-saarland.de

Prof. Dr. Marc Solioz
Universität Bern
Tel +41 31 632 3268
E-Mail: marc@solioz-scientific.ch

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Siehe auch:

Arbeitsfläche aus Kupfer schützt in der Küche vor Bakterien

Türklinken aus Kupfer können verhindern, dass Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen werden.

5. September 2018
von habito
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Einfamilienhäuser, die man vergessen kann

„Das menschliche Auge arbeitet selektiv. Das Unangenehme springt ins Auge, das Angenehme aber regt nicht auf, fällt nicht auf, man registriert es meist nur als Abwesenheit von Scheußlichkeit. Wenn wir wollen, nehmen wir es in allen seinen Schichten wahr, erfreuen uns an ihm.

Das ist auch ein Geheimnis alter Architektur: sie ist gut gemachte Gebrauchsware, ist still und selbstverständlich. Ihre Qualitäten erkennt man erst beim näheren Hinschauen. Man muß nicht immer „Aha“ sagen, sondern darf sie vergessen“

Quelle: Paulhans Peters – Einfamilienhäuser, die man vergessen kann (Baumeister 3/80)

4. September 2018
von habito
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Ansprache an Millionäre von Erich Kästner

Warum wollt ihr so lange warten,
bis sie euren geschminkten Frauen
und euch und den Marmorpuppen im Garten
eins über den Schädel hauen?

Warum wollt ihr euch denn nicht bessern?
Bald werden sie über die Freitreppen drängen
und euch erstechen mit Küchenmessern
und an die Fenster hängen.

Sie werden euch in die Flüsse jagen.
Sinnlos werden dann Schrei und Gebet sein.
Sie werden euch die Köpfe abschlagen.
Dann wird es zu spät sein.

Dann wird sich der Strahl der Springbrunnen röten.
Dann stellen sie euch an die Gartenmauern.
Sie werden kommen und schweigen und töten.
Niemand wird über euch trauern.

Wie lange wollt ihr euch weiter bereichern?
Wie lange wollt ihr aus Gold und Papieren
Rollen und Bündel und Barren speichern?
Ihr werdet alles verlieren.

Ihr seid die Herrn von Maschinen und Ländern.
Ihr habt das Geld und die Macht genommen.
Warum wollt ihr die Welt nicht ändern,
bevor sie kommen?

Ihr sollt ja gar nicht aus Güte handeln!
Ihr seid nicht gut. Und auch sie sind’s nicht.
Nicht euch, aber die Welt zu verwandeln,
ist eure Pflicht!

Der Mensch ist schlecht. Er bleibt es künftig.
Ihr sollt euch keine Flügel anheften.
Ihr sollt nicht gut sein, sondern vernünftig.
Wir sprechen von Geschäften.

Ihr helft, wenn ihr halft, nicht etwa nur ihnen.
Man kann sich, auch wenn man gibt, beschenken.
Die Welt verbessern und dran verdienen –
das lohnt, drüber nachzudenken.

Macht Steppen fruchtbar. Befehlt. Legt Gleise.
Organisiert den Umbau der Welt!
Ach, gäbe es nur ein Dutzend Weise
mit sehr viel Geld…

Ihr seid nicht klug. Ihr wollt noch warten.
Uns tut es leid. ihr werdet’s bereuen.
Schickt aus dem Himmel paar Ansichtskarten!
Es wird uns freuen.

3. September 2018
von Paul
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Küche – Arbeitsplatz oder Lebensraum?

Beim Essen und bei Geschäften sollst du nicht bescheiden sein (indische Spruchweisheit)

Was machen Sie alles in Ihrer Küche? Wie lange Sie sich in Ihrer Küche aufhalten und was Sie dort machen können, hängt ganz entscheidend von der Größe des Raumes ab. Wer das Glück hatte, viele Stunden seiner Kindheit in der Geborgenheit einer großen, behaglichen Wohnküche zuzubringen, wird die Küche als Lebensraum zu schätzen wissen. Die geschichtliche Entwicklung der Küche zeigt, dass dem Herd seit Jahrhunderten die zentrale Bedeutung im Haus zukommt.

Bis zum Mittelalter bestand sogar die ganze Behausung für Mensch und Tier nur aus dem Einraum-Haus mit einer offenen Feuerstelle in der Mitte zum Kochen und Wärmen. Da der Kamin noch nicht erfunden war, musste der Rauch durch die Dachluke und die Ritzen in der Hütte abziehen. Wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten gingen die Menschen in unserem Kulturkreis im 17./18. Jahrhundert dazu über, Kammern von der Feuerstelle abzutrennen, um rauchfreie Räume zu schaffen. Der Herd blieb jedoch weiterhin die zentrale Stelle im Haus.

Erst in den Häusern des Adels und des Bürgertums wurde der Küchenbereich zunehmend in das „Hinterzimmer“ verbannt. In diesen Kreisen verlor die Hausarbeit an Ansehen und wurde an Dienstboten übertragen, die die Häuser sogar über den Dienstboteneingang zu betreten hatten. Der Hausherrin oblag damals die Rolle der Repräsentantin des Hauses, die Ihr Heim gediegen einzurichten und die Arbeit des Hauspersonals zu überwachen hatte. Selbst in der Küche Hand anzulegen war nicht standesgemäß.

Die Industrialisierung schließlich brachte den Wandel in der Hausarbeit, denn die Rationalisierung machte auch vor der Küche nicht halt. Selbst wohlhabendere Familien leisteten sich kein Hauspersonal mehr und immer mehr Frauen entschieden sich für eine Berufstätigkeit. In den zwanziger Jahren entwickelte die Architektin Grete Schütte-Lihotzky zusammen mit mehreren Frauen die sogenannte „Frankfurter Küche“. Das Ziel war, durch perfekte Organisation und Funktionalität den Arbeitsablauf in der Küche zu optimieren, um die Frauen möglichst von der Hausarbeit zu entlasten.

Doch so gut die Idee auch gemeint war, brachte sie doch gravierende Nachteile mit sich. Die funktionale Kleinküche bot nur Platz für eine Person. So wurde die Hausfrau isoliert und die Küche verlor ihre Funktion als sozialer Ort. In der Labor-Atmosphäre blieb kein Raum mehr für Gefühle; schmückendes Beiwerk wurde aus der Küche verbannt.  So hatten die Frauen einen „industriellen Arbeitsplatz“, an dem sie jedoch nicht bezahlt wurden und somit auch keine Anerkennung fanden.

Durch die Wohnungsknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg und dem damit verbundenen Bau von „Minimalwohnungen“ fand die Kleinküche immer größere Verbreitung. Ein weiteres taten die Normen für die Küchenplanung und die Möbelindustrie, die nur noch Standard-Einbauküchen nach der gängigen Norm fertigte. Die Erfindung der Fertiggerichte trug noch dazu bei, den Stellenwert der Küche zu schmälern. Wer braucht schon eine große Küche, um die Fertig-Pizza in den Ofen zu schieben?

Mit dem Ergebnis dieser Entwicklung müssen heute viele von uns leben. Doch was nach DIN ausreicht, ist längst nicht das, was eine Küche für uns sein könnte und sollte: der Mittelpunkt und Treffpunkt in der Wohnung!

In unserer arbeitsteiligen Gesellschaft ist es nun einmal so, dass für viele Lebensgemeinschaften das gemeinsame Leben überwiegend am Esstisch stattfindet. Was ist also naheliegender, als diesen Tisch dorthin zu stellen, wo das Essen zubereitet wird. So kann jeder seinen Teil dazu beitragen oder doch zumindest im Raum anwesend sein und von den Ereignissen des Tages berichten. Dadurch kann schon das Kochen zu einem gemeinsamen Erlebnis werden und nicht zu einer lästigen Pflicht, die es gilt, so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

Ist das Essen fertig, erspart der Esstisch in der Küche lange Wege, die mit heißen Töpfen und Geschirr zudem recht gefährlich sein können. Wer Kinder mit am Tisch hat, wird sicher gerne auf den Stress verzichten, den es mit sich bringt, wenn dem lebhaften Nachwuchs das Saftglas über dem neuen Teppichboden entwischt. Ihr Küchenboden wird besser damit fertig, er ist ja Kummer gewöhnt.

Für Familien mit kleinen Kindern hat eine Wohnküche noch weitere Vorteile: Die Kinder können sich während der Hausarbeit in der Küche aufhalten. Sie sind so unter Aufsicht und haben ihre Bezugsperson in unmittelbarer Nähe. Das erspart ständige Wege ins Kinderzimmer und macht die Arbeit für Mutter/Vater und die Kinder angenehmer. Außerdem bleibt mehr Zeit, um sich danach intensiv mit den Kindern zu beschäftigen. Sobald die Kinder groß genug sind, werden sie auch „mithelfen“ wollen. Das können sie aber nur, wenn genug Platz vorhanden ist.

Ein großer, robuster Esstisch eignet sich hervorragend zum Malen und Basteln. Da kaum etwas kaputtzumachen ist, werden auch Freundinnen und Freunde zu gerngesehenen Gästen, die sich in einem unkomplizierten Haushalt sicher wohlfühlen werden. Doch nicht nur kleine Gäste wissen die Küche als Ort der ungezwungenen Begegnung zu schätzen. Wer kennt nicht die Beklemmung, die einen beim Anblick eines „repräsentativen“ Wohn- oder Esszimmers befällt. Genauso steif wie die Möbel aussehen, klemmen die Gäste zwischen den Polstern. In der Küche hingegen drängen sich die Förmlichkeiten erst gar nicht auf. Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass sich bei privaten Festen immer Menschenansammlungen in der Küche bilden, obwohl das Fest eigentlich im Wohnzimmer oder gar im Partykeller stattfindet?

Ein weiteres Kuriosum, das die Kleinküche mit sich gebracht hat, ist der Hauswirtschaftsraum. Er wurde „erfunden“, weil in der Küche kein Platz mehr war für andere Verrichtungen wie zum Beispiel Bügeln und Nähen. Dieser Raum muss natürlich zusätzlich geheizt werden, wohingegen die Küche meistens warm ist, weil man sich häufig dort aufhält und vom Kochen.

Da heute viele Menschen auf eine gesunde Ernährung achten, steigt nicht zuletzt deshalb auch der Stellenwert der Küche wieder. Denn wer sich bewusst ernährt, wird auf die Zubereitung der Speisen mehr Zeit und Sorgfalt verwenden als ein Fast-Food-Fan. Doch wohin mit allen Utensilien in einer Minimalküche? Wer Körnermühle, Entsafter, Sprossenglas & Co. zur Standard-Küchenausrüstung zählt, wird in einer „modernen“ Küche nicht froh. Denn die Abstellflächen nach DIN reichen bei weitem nicht aus, um mit den Geräten sinnvoll hantieren zu können. Was zudem fehlt, ist die gute alte Speisekammer. Dort ließen sich Vorräte kühl und trocken lagern, was besonders für naturbelassene Lebensmittel wichtig ist. Der Fertigsuppe und dem Dosenspargel ist es egal, wo man sie aufbewahrt.

Sie können sich glücklich schätzen, wenn Sie in einem alten Haus wohnen, in dem eine funktionierende Speisekammer neben der Küche noch eine Selbstverständlichkeit war. Da der Raum kühl, trocken, belüftet und außenliegend sein muss, ist es in modernen Gebäuden kaum mehr möglich, eine Speisekammer einzubauen, die diesen Anforderungen gerecht wird. Denn durch die flächendeckende Wärmedämmung herrscht in der Speisekammer das gleiche Klima wie in den anderen Räumen. Eine Ausweichmöglichkeit bietet der Keller. Doch dabei ist unbedingt zu beachten, dass gute Vorratsräume baulich anders ausgeführt werden müssen als z.B. Aufenthaltsräume im Keller.

Wo die räumlichen Gegebenheiten es zulassen, ist bereits wieder ein Trend zur Wohnküche erkennbar. Leider wird diesem Wunsch bei den meisten Grundrissen der heute gebauten Wohnungen in keinster Weise entsprochen. Noch immer wird an der Küche und an den Kinderzimmern zugunsten des Wohnzimmers gespart. Doch das Wohnzimmer in seiner traditionellen Form ist in den meisten Wohnungen der am wenigsten genutzte Platz.

Weil man es kaum treffender formulieren kann, sei hier ein Zitat erlaubt: „Zur Geselligkeit, wenn sie nicht zu einem Rollenritual geworden ist, genügt ein Raum, nicht viel größer als die Zahl der gewünschten Sitzplätze. Wenn schon gespart werden muss, dann kann es unbesorgt hier geschehen, wo zwecklos verschwendet zu werden pflegt. Da die restlichen Räume dann oft so klein geraten und voneinander so unvollkommen abgeschirmt sind, dass man sie kaum als Rückzugsreservate nutzen kann, herrscht im großen Wohnraum jene permanente Stimmung der Gereiztheit, die ganz notwendig entstehen muss, wenn es den Bewohnern nicht möglich ist, zwischen Sozialwesen und Individualwesen zu oszillieren, weil der unphysiologische Grundriss sie daran hindert.“ (Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte – Anstiftung zum Unfrieden).

Dort, wo man vom Fußboden essen könnte, erhält man oft gar keine Mahlzeit (Gerlinde Nyncke)

Wie soll die ideale Küche aussehen?

Bevor es an die Planung innerhalb der Küche geht, muss die Lage der Küche innerhalb des Gebäudes festgelegt werden. Hierbei ist es wichtig, dass der Weg vom Hauseingang in die Küche möglichst kurz ist. Das ermöglicht einen problemlosen „An- und Abtransport“ von Ware und Reststoffen. Wer die Hände vollgepackt hat mit Einkäufen, kann nur mit einem schwierigen Balanceakt auch noch seine Schuhe ausziehen. Den robusten Fußboden in der Diele und in der Küche kann man auch mit nassen und matschigen Schuhen betreten, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen.

Eine Diele, die direkt in die Küche übergeht, hat einen weiteren Vorteil: Erwarten Sie eine größere Anzahl von Gästen, können Sie den Esstisch einfach in die Diele verlängern. So erhalten Sie einen richtigen „Festsaal“ ohne irgendwelche Mehrkosten. Oft wird bei der Planung von Häusern von der jemals zu erwartenden maximalen Anzahl von Gästen im Wohnzimmer ausgegangen. Bei einer zusätzlich zum Familienbedarf eingeplanten Fläche von 2 qm pro Besucher und Kosten von 2.000 Euro pro qm Wohnfläche, kommt bald eine stattliche Summe zusammen, für die man mit seinen Gästen viele rauschende Feste in einem Restaurant feiern kann. Und für weniger aufwendige Feierlichkeiten hat sich die Diele nicht nur in Wohngemeinschaften bestens bewährt. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass von der Diele aus der Keller zu erreichen sein sollte, wo Getränke und Vorräte lagern.

Wer einen Garten bzw. einen Balkon hat, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass ein Zugang von der Küche aus möglich ist. Der Weg vom Kompostbehälter im Garten zurück zur Küche über den hellen Teppich im Wohnzimmer gibt mehr Diskussionsstoff als einem auf die Dauer lieb ist. Garten und Balkon eignen sich zudem, um eigene Kräuter und Gemüse anzubauen, die wiederum in der Küche Verwendung finden. Wer sagt denn, dass die Hausarbeit immer im Haus stattfinden muss? Gemüseputzen und Bügeln gehen an einem sonnigen Tag auf dem Balkon oder der Veranda viel leichter von der Hand. Jedoch nur, wenn nicht allzuviele zusätzliche Wege anfallen, sonst bleibt man der Einfachheit halber doch drinnen. Genauso verhält es sich mit dem Essen an der frischen Luft. Steht der Tisch auf dem Balkon nur wenige Schritte weiter weg als der „normale“ Esstisch, werden viel mehr Mahlzeiten in Urlaubsatmosphäre im Freien eingenommen. Müssen jedoch erst alle Utensilien durch das Wohn- oder Schlafzimmer nach draußen transportiert werden – oft durch mehrere Türen und über Stolperschwellen – bleibt das „grüne Zimmer“ meistens ungenutzt

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, dass die Straße vor Ihrem Haus das ist, was sie sein soll, nämlich ein Lebens- und Begegnungsraum und keine Rennpiste, ist ein Fenster zur Straße sinnvoll. So können Sie während der Hausarbeit die Kinder beaufsichtigen, die draußen mit anderen spielen und für Sie selbst ist es entspannend, wenn Sie zwischendurch Kontakt zur Außenwelt aufnehmen können. Fenster zur Straße, die abends beleuchtet sind, haben eine positive Auswirkung auf das Wohnumfeld. Ihre Nachbarn, Passanten und Familienmitglieder, die am Abend unterwegs sind, fühlen sich wesentlich sicherer und geborgener, wenn sie sehen, dass ringsum Menschen sind und nicht nur kalte, dunkle Fensterlöcher.

So ist die oft gehörte Ansicht widerlegt, dass die Küche nach Norden ausgerichtet sein soll. Die Lage der Küche ist viel weniger von der Himmelsrichtung abhängig als von der Situation des Grundstücks. Nur im Norden sollte sie – schon aus Hygienegründen – tunlichst nicht liegen. Denn in Küchen siedeln sich auch bei penibelster Sauberkeit gerne gesundheitsschädliche Mikroorganismen an, die durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts abgetötet werden. In der schattigen Nordlage müssen wir auf diesen kosten- und mühelosen „Reinigungseffekt“ der Sonne verzichten. Auch unsere Psyche hellt sich auf, wenn die Sonne schon auf den Frühstückstisch scheint.

Wieviel Platz brauchen wir für die ideale Wohnküche? Die DIN gibt als Mindestgröße für Küchen 6 qm an. Wollen wir hoffen, dass sich möglichst wenige Leser mit einem derartigen Gruselkabinett zufriedengeben müssen und dass alle Planer, die weiterhin diese Minimalvorgaben für Familienwohnungen zum Standard erheben, selbst in diesen – gerne auch noch fensterlosen – Kammern ihren Alltag fristen müssen.

Eine Küche, die den Anforderungen einer Familie gerecht werden soll, ist mit 25 qm nicht zu groß bemessen. Dann kann sie auch problemlos von allen Familienmitgliedern auf Dauer genutzt werden. Oder können Sie ausschließen, dass Sie oder Ihr Besuch einmal einen Rollstuhl benutzen muss? Deshalb ist es sinnvoll, die gerne zitierte „Integration von Behinderten“ nicht nur auf Behinderten- und Altenwohnheime anzuwenden, sondern unsere Wohnungen und das Umfeld von Anfang an so zu gestalten, dass jeder in seiner Wohnung zurechtkommen kann.

Wie setzt sich der Platzbedarf im einzelnen zusammen? Die Küchenarbeit wird erheblich erleichtert, wenn Geschirr, Töpfe und Geräte übersichtlich untergebracht sind. Etienne Grandjean hat dazu in ihrem Buch „Wohnphysiologie“ folgenden Hinweis gegeben: „Zur Unterbringung eines Kücheninventars für 4 bis 6 Personen soll die Frontlänge der Ober- und Unterschränke einschließlich zweier Hochschränke 5 bis 5,90 m betragen“. Die Tiefe der Schränke beträgt nach DIN 60 cm plus 5 cm Abstand von der Wand. Für den Abstand zwischen gegenüberliegenden Schränken bzw. Wänden sollte man etwa 160 cm vorsehen. Das ist mehr als die Norm verlangt, aber bequemer und behindertengerecht. Somit ergibt sich für eine U-Küche eine Breite von 280 cm.

Bei der Anbringung von Oberschränken ist zu beachten, dass genügend Platz für den Kopf freibleibt. Der Abstand zwischen Ober- und Unterschränken soll zwischen 40 und 50 cm liegen. Bei einem größeren Abstand geht gut nutzbare Schrankfläche verloren, ein kleiner Abstand erschwert das Arbeiten unter den Schränken. Bei einer größeren Tiefe der Arbeitsfläche als 60 cm, können die Oberschränke tiefer angebracht werden, da mehr horizontaler Abstand für den Kopf freibleibt. Das gleicht die etwas geringere Greifhöhe, die sich aus dem größeren Abstand ergibt, leicht wieder aus. Außerdem verringert sich dadurch der für viele störende Eindruck, „ein Brett vor dem Kopf“ zu haben. Da die Greifhöhe individuell verschieden ist, sollten die Fachbretter höhenverstellbar sein. Bei Durchschnittsmenschen endet die bequeme Reichhöhe bei ca. 160 cm. Deshalb ist es ratsam, in den obersten Fächern nur selten benötigte, leichte Gegenstände zu verstauen. Auf Oberschränke kann man genausogut verzichten, wenn die Greifhöhe eingeschränkt ist. Bei einer entsprechend großen Küche findet auch alles in erreichbaren Höhen Platz.

Die DIN 18 022 sieht in ihrer geänderten Form vom November 1989 eine maximale Höhe der Arbeitsfläche von 92 cm vor. Wer nicht dem DIN-Durchschnittsmenschen entspricht, kommt damit nicht zurecht. Abhilfe kann eine höhenverstellbare Küche bringen, die auf die individuellen Bedürfnisse eingestellt werden kann. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass Herd, Arbeitsfläche und Spüle unterfahrbar sind und unter der Spüle eine zusätzliche Wärmedämmung angebracht ist, die Verbrennungen verhindert. Grundsätzlich gilt, dass für feine Arbeit wie Gemüseputzen und Zwiebelnschneiden eine höhere Arbeitsfläche angenehmer empfunden wird als für schwere Arbeit, wie z.B. Teig ausrollen, wo man das eigene Körpergewicht mit einsetzen muss. Da unterschiedlich hohe Arbeitsflächen auch Nachteile mit sich bringen, gilt es abzuwägen, ob eine Kompromisshöhe nicht besser ist. Wer will, kann die feinen Arbeiten auch am Tisch im Sitzen ausführen.

Die Tiefe der Arbeitsfläche liegt laut DIN bei 60 cm. Eine Tiefe von 75 oder 80 cm, wie sie in Großküchen üblich ist, hat sich jedoch auch in Privathaushalten als durchaus praktisch erwiesen. Der Greifraum beim aufrechten Stehen liegt bei ca. 60 cm, jedoch können seltener benutzte Gegenstände sowohl während des Kochens als auch zur Aufbewahrung in 80 cm Tiefe ohne Schwierigkeiten erreicht werden.

Die Anordnung der Arbeitsbereiche soll dem Arbeitsablauf entsprechen, um unnötige Wege zu vermeiden. Für Rechtshänder ergibt sich demnach folgende Reihenfolge von links nach rechts: Abstellfläche (* 60 cm), Spüle (> 90 cm – 120 cm), Arbeitsfläche (* 60 cm), Herd (90 cm), Abstellfläche (* 30 cm). Linkshänder drehen die Reihenfolge einfach um. Als Stellfläche für Küchengeräte braucht man zusätzlich mindestens 60 cm; für einen Mikrowellenherd nochmals 60 cm.

Die Geschirrspülmaschine findet am besten in der Nähe der Spüle ihren Platz, weil Sie dann mit evtl. vorgespülten Töpfen und Tellern nicht weit über den Boden tropfen müssen. Das Spülbecken selbst ist jedoch nicht mit Geräten unterbaubar, da wegen des Beckens und der Anschlüsse der Platz nicht ausreicht. Der Kühlschrank sollte in der Nähe des Herdes und der Arbeitsfläche stehen. Dabei ist zu beachten, dass der Kühlschrank nicht der Wärmestrahlung des Herdes ausgesetzt ist und die Energie, die erst zum Kochen erzeugt wird, anschließend wieder unter hohem Energieverbrauch abgekühlt werden muss.

Zu einer durchdachten Kücheneinrichtung gehört auch, dass zwei Leute gleichzeitig in der Küche hantieren können, ohne sich allzusehr in die Quere zu kommen. Dies lässt sich z.B. in einer U-Küche gut organisieren. Um genügend Platz für den Esstisch zu haben, muss dabei eine Seite kürzer sein.

Wieviel Platz muss man für einen Esstisch einplanen? Ein Essplatz muss 60 cm breit und 40 cm tief sein. Vor der Tischkante braucht man einen Abstand von etwa 110 cm, damit man die Stühle zum Hinsetzen abrücken kann und damit hinter den Sitzenden genügend Platz zum vorbeigehen bleibt (Durchgangsbreite 60 cm).

Ob Sie sich für eine Einbauküche entscheiden hängt von Ihren persönlichen Vorstellungen und eventuell von dem eingeplanten Budget ab. Es hat jedoch keineswegs nur Nachteile, auf eine Einbauküche zu verzichten. Denn ist die Einrichtung erst einmal fest installiert, bleiben die überbauten Flächen jahrelang vor dem Wischlappen sicher. Das hindert den Hausstaub und pulverförmige Lebensmittel wie Mehl jedoch nicht, sich durch Ritzen einen Weg in die dunklen Ecken zu suchen. Zusammen mit dem Dampf, der in der Küche nicht zu vermeiden ist, ergibt sich ein Klima, das unliebsamen Gästen wie Mehlwürmern und Silberfischchen einen idealen Nährboden bereitet. Wer Wert darauf legt, bis in die Ecken zu wischen, ist mit freistehenden Möbeln oder Möbeln auf Rollen nicht schlecht beraten.

Wenn es irgendwie vermeidbar ist, sollten Einbaumöbel oder größere Einzelmöbel nicht an Außenwänden angebracht werden. Dort wirken sie nämlich wie eine innenliegende Wärmedämmung. Das heißt, die Wand hinter dem Schrank ist kälter als die übrigen Wände, da sie von der warmen Raumluft, die vom Schrank abgepuffert wird, nicht so stark erwärmt werden kann. An der kalten Wand schlägt sich der Küchendunst nieder wie an einer Glasscheibe. Dies führt zu ständiger Feuchtigkeit und schließlich zu Schimmelbildung.

Zum richtigen Lüften der Küche gehört mindesten ein ganz öffenbares Fenster. Am besten ist es, wenn gegenüber noch ein Fenster oder eine Tür ins Freie liegen, damit mit einer Stoßlüftung der Dampf schnell und wirkungsvoll nach draußen geleitet werden kann. Eine Dunstabzugshaube ist dann lüftungstechnisch gesehen nicht erforderlich. Das erspart den Einsatz von Energie und das Problem des Wechselns und der Entsorgung der Filter.

Ein weiteres Entsorgungsproblem, an das Sie beim Einrichten Ihrer neuen Küche zwar noch nicht denken wollen, betrifft den Fußboden. Seit der Erfindung des PVC gehören Plastikfußböden zum beliebtesten Bodenbelag in der Küche. Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass das zweifelsfrei pflegeleichte und strapazierfähige PVC erhebliche Nachteile hat, wenn man es nicht mehr braucht; es muss als Sondermüll entsorgt werden. Neben dem Gewissen belastet das auch den Geldbeutel erheblich. Eine der Alternativen, die langsam wieder Freunde gewinnt, ist das gute alte Linoleum. Es besteht aus unbedenklichen Materialien und ist kaum weniger pflegeleicht als PVC. Zudem ist es wärmer und angenehm zu begehen. Mittlerweile haben sich Hersteller gefunden, die farbige und attraktive Linoleum-Beläge anbieten, denen nichts mehr vom Muff alter Schulhäuser anhaftet.

Ein sehr schönes, wenngleich nicht billiges Material für Küchenfußböden ist Holz. Harte einheimische Hölzer wie Buche, Esche und Eiche sind durchaus geeignet, den Belastungen zu widerstehen, den der Küchenalltag mit sich bringt. Am besten ist es, Kernholz mit der Stirnseite nach oben zu verlegen, das nennt man Holzpflaster, jedoch eignen sich auch Dielenbretter. Als Holzbehandlung ist ölen zu empfehlen, auf keinen Fall Versiegelung. Abgesehen davon , dass der zur Versiegelung verwendete Lack giftig ist, würde die Versiegelung auch die Beanspruchung nicht lange aushalten und nach kurzer Zeit schäbig aussehen. In Ehren gealtertes Holz hingegen sieht immer gut aus. Stein- oder Fliesenfußböden sind dauerhaft und pflegeleicht (wenn es kein Kalkstein ist, der Säure nicht verträgt), aber ein Teller, der auf weiches Linoleum fällt, bleibt vielleicht heil, auf dem Steinboden sicher nicht. Terrakotta-Fußboden sieht schön aus, hat aber offene Poren, in denen Fett oder Rotwein zu dauerhaften Andenken werden.

Das gleiche gilt für die Arbeitsplatte. (Fast) jeder Küchenfachmann wird Ihnen kunststoffbeschichtete Spanplatte oder eigens entwickelte Kunststoffe oder Kunststein als allein seligmachendes Material für Ihre Küchenarbeitsplatte empfehlen. Bei der Frage, wie es denn mit Holz aussieht, erntet man meist ein mehr oder weniger gut verstecktes Lächeln („Wieder so ein Öko-Spinner!“). Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Eine geölte Buchenplatte leistet Ihnen hervorragende Dienste. Und sie hat eine ganze Menge Vorteile gegenüber den meisten anderen Werkstoffen: geöltes Holz ist mit Sicherheit ungiftig; es bringt eine behagliche Atmosphäre; Holz fasst sich warm und angenehm an; Sie können heiße Töpfe darauf abstellen; Holz wirkt antibakteriell. Ist einmal etwas passiert, gehen Sie mit Stahlwolle oder feinem Schleifpapier drüber und der Schaden ist behoben. Abstehende Umleimer an Resopalplatten oder Schnitte in Kunststoffplatten sehen wesentlich „unordentlicher“ aus als Gebrauchsspuren auf Holz. Wir dürfen ruhig zulassen, dass die natürlichen Materialien, die uns umgeben – genauso wie wir – mit der Zeit nicht mehr ganz neu aussehen.

1. September 2018
von habito
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Knigge über den Umgang mit Menschen

Wir sehen die erfahrensten, geschicktesten Männer bei alltäglichen Vorfällen unzweckmässige Mittel wählen, sehen, dass es ihnen misslingt, auf andre zu wirken, dass sie, mit allem Übergewichte der Vernunft, dennoch oft von fremden Torheiten, Grillen und von dem Eigensinne der Schwächeren abhängen, dass sie von schiefen Köpfen, die nicht wert sind, ihre Schuhriemen aufzulösen, sich müssen regieren und misshandeln lassen, dass hingegen Schwächlinge und Unmündige an Geist Dinge durchsetzen, die der Weise kaum zu wünschen wagen darf.

Wir sehen die witzigsten, hellsten Köpfe in Gesellschaften, wo aller Augen auf sie gerichtet waren und jedermann begierig auf jedes Wort lauerte, das aus ihrem Munde kommen würde, eine nicht vorteilhafte Rolle spielen, sehen, wie sie verstummen oder lauter gemeine Dinge sagen, indes ein andrer äußerst leerer Mensch seine dreiundzwanzig Begriffe, die er hie und da aufgeschnappt hat, so durcheinander zu werfen und aufzustutzen versteht, dass er Aufmerksamkeit erregt und selbst bei Männern von Kenntnissen für etwas gilt.

Alle diese Bemerkungen scheinen uns zu sagen, dass die gelehrtesten Männer, wenn nicht zuweilen die untüchtigsten zu allen Weltgeschäften, doch wenigstens unglücklich genug sind, durch den Mangel einer gewissen Gewandtheit zurückgesetzt zu bleiben, und dass die Geistreichsten, von der Natur mit allen innern und äußern Vorzügen beschenkt, oft am wenigsten zu gefallen, zu glänzen verstehen.

Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796): „Über den Umgang mit Menschen“

31. August 2018
von Paul
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Das grüne Zimmer

Der eigene Garten…

…ist ein Freiraum
, über den man selbst verfügen kann, den man frei gestalten kann. Hier muss man nicht hinnehmen, was Planer vorgeben, man muss nicht passiv konsumieren, sondern kann aktiv gestalten. Es liegt in der Natur des Menschen, ein kleines Territorium als eigenes Revier besitzen und nach eigenem Geschmack gestalten zu wollen.

…ist für die gesunde Entwicklung der Kinder sehr wichtig. Er fördert das Verständnis und Gefühl für die natürlichen Lebensvorgänge. Das Zusammenleben mit Pflanzen und Tieren ist damit möglich und lernbar. Die jahreszeitlichen Abläufe werden spürbar. Der Respekt vor anderer Leute Eigentum wird gefördert.

Der wichtigste Teil des Gartens ist der intime Bereich, der vor Fremden geschützt ist. Ich nenne ihn das grüne Zimmer, weil man mit dem Begriff „Zimmer“ Privatheit, Abgeschlossenheit, Ungestörtheit verbindet. Denn der eigene Garten muss in erster Linie das völlig entspannte, unbeobachtete, zwanglose Dasein ermöglichen. Wer sich in seinem Zimmer aufhält, möchte nicht von Fremden beobachtet oder durch fremde Geräusche gestört werden. Konkret: keine Kleiderordnung, kein Zwang zur Selbstdarstellung, keine Gestaltungsregeln. Dieser Teil des Gartens ist unverzichtbar. Wenn das grüne Zimmer fehlt, ist der Garten nur eine Verzierung des Hauses. Auf die sonstigen Grünflächen, die in der Regel die Eigenheime umranden, verzichten viele Hausbesitzer gern, wenn stattdessen öffentliche Grünanlagen angelegt werden, die zum Spazierengehen einladen.

Ein grünes Zimmer mit 30 Quadratmetern ist gemütlicher als 1000 Quadratmeter Zierrasen mit Blumenrabatten, Natursteinterrasse, Außenkamin und Swimmingpool, wo man sein Privatleben wie auf einer Bühne den staunenden Nachbarn und Passanten zur Aufführung bringt.

30. August 2018
von habito
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Gehen hat heilige Aspekte

Gehen hat heilige Aspekte:
Gelassenheit tritt zutage.
Geduld macht sich breit.
Gehen ist zu sich selber finden.
Gehen ist erkennen, was wirklich ist.
Gehen läßt falschen Ehrgeiz hinter sich, aber auch Enttäuschungen und Kränkungen.
Gehen ist eine poetische Handlung, die die Welt von ihren Übeln heilen kann.
Gehen ist eine Tugend

(Weisheit aus Tibet)

28. August 2018
von Paul
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Neues Bauen

Bruno Taut (1880-1938) zur Frage: Was ist die Neue Bewegung?

1. An der Spitze aller Forderungen an einen Bau steht die bestmögliche Benutzbarkeit.

2. Das verwendete Material und die verwendete Konstruktion muß sich völlig der ersten These unterordnen.

3. Die Schönheit entsteht aus der direkten Beziehung zwischen Bau und Zweck, aus den natürlichen Eigenschaften des Materials und aus der Eleganz der Konstruktion.

4. Die Ästhetik des neuen Bauens kennt keine Grenzen zwischen Fassade und Grundriß, zwischen Straße und Hof, vorne und hinten. Keine Einzelheit ist als Selbstzweck da, sondern sie ist dienendes Glied der Gesamtheit. Was gut funktioniert, sieht gut aus. Wir glauben einfach nicht mehr daran, daß etwas schlecht aussieht und doch gut funktioniert.

5. Das Haus selbst verliert auch als Ganzes ebenso wie seine Einzelteile die Abgrenzung und Isolierung. Wie seine Einzelteile untereinander vom Zusammenspiel leben, so das Haus mit seinen Kameraden. Es ist ein Erzeugnis kollektiver und sozialer Gesinnung. Wiederholung ist also nicht unerwünscht, sondern im Gegenteil das wichtigste Kunstmittel. Bei gleichen Bedürfnissen gleicher Bau, daher Abweichungen zum Besonderen nur, wo das Bedürfnis ein besonderes ist. Besondere, die Gleichartigkeit aufhebende Bedürfnisse sehen wir nur oder vorwiegend in Bauten von umfassender, also sozialer Bedeutung.

“Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach” (Heinrich Tessenow: Hausbau, S. 38)

25. August 2018
von Paul
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Arbeitsfläche aus Kupfer schützt in der Küche vor Bakterien

Kupfer tötet Bakterien innerhalb von wenigen Stunden ab. Deshalb eignet es sich als Material für Arbeitsflächen in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie, der Gastronomie und für Privathaushalte. Dies schlägt der Biologe Bill Keevil von der Universität Southampton in einer Pressemitteilung vor.

Keevils Arbeitsgruppe untersuchte die Lebensdauer von Coli-Bakterien auf drei verschiedenen Materialien: rostfreiem Stahl, der kupferhaltigen Legierung Messing und reinem Kupfer. Dabei überlebte das Bakterium bei Raumtemperatur 34 Tage auf Stahl, 4 Tage auf Messing und nur 4 Stunden auf Kupfer.

„Gerade Stahl wird weltweit benutzt, da er eine glänzende Oberfläche hat. Aber ein etwas genauerer Blick zeigt Kratzer, in denen sich Bakterien optimal vermehren können, ohne beim Putzen getötet zu werden“, erläutert Keevil. Eine Kupferoberfläche dagegen würde sich von selbst reinigen.

Keevil will nun eine Kupferlegierung entwickeln, die Mikroorganismen tötet, leicht zu pflegen und für die Lebensmittelverarbeitung geeignet ist. In höheren Konzentrationen kann Kupfer auch für den Menschen giftig sein.

Susanne Donner 2001 bild der wissenschaft

Siehe auch:
Antimikrobielle Eigenschaften
US-Umweltbehörde genehmigt Registrierung von Kupfer als antimikrobielles Material

25. August 2018
von habito
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Versorgungsengpässe

Gut gewappnet für den „Fall der Fälle“ – Ihr persönlicher Notvorrat

„Es ist äußerst ratsam, stets einen Nahrungsmittelvorrat für einen Zeitraum von 14 Tagen im Haus zu haben. So stehen Sie und Ihre Familie in einem Notfall nicht mit leerem Magen da. Denken Sie bei der Planung Ihrer individuellen Vorratshaltung an die Essgewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben Ihrer Familienmitglieder. Dann sind Sie für alle Eventualitäten bestens gerüstet.“

Weiter geht es auf der Website der Bundesregierung: http://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/

Vorratstabelle

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Achtung Gefahr: Schimmel, Hefen und Bakterien

Schädlinge