habito

gesund bauen, anders wohnen, besser leben

14. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

Wart‘ mal schnell!

Henry Ford … prophezeite: „Ich werde ein Auto für die breite Masse bauen … Es wird so niedrig im Preis sein, dass jeder, der ein gutes Gehalt bezieht, Besitzer eines solchen Wagens werden kann – und sich mit seiner Familie in Stunden der Freude an dem ergötzen kann, was Gott an großen Weiten geschaffen hat …“

In der Tat, vieles davon ist eingetreten. Wir sind ein Volk von Autofahrern geworden … Daneben lag Ford jedoch mit seiner Prognose, dass sich die Autobesitzer mit Freude an jenem ergötzen werden, „was Gott an großen Weiten geschaffen hat“. Das tun heute viel eher jene, die ihr Auto stehen lassen, die zu Fuß gehen oder sich des Fahrrads bedienen. Das Auto als Verkehrsmittel für die breite Masse hatte nämlich zur Folge, dass es schließlich immer weniger dieser gottgeschaffenen Weiten gibt und dass die noch erfahrbaren immer seltener fürs „Ergötzen“ zur Verfügung stehen. Das Auto ist zuallererst ein Mittel zur ziellosen Flucht geworden.

So endet das Ford’sche Glücksversprechen im kilometerlangen Stau und in den großen Weiten, die nicht Gott geschaffen hat, sondern der saure Regen und die Betonindustrie … Weder auf der Schnellstraße noch auf dem … Highway werden wir zu jener Geduld kommen, die laut biblischer Verheißung der Schlüssel zum Himmelreich und zum Genuss von Gottes großen Weiten ist.

Entnommen aus: Karlheinz A. Geißler „Wart‘ mal schnell. Wie wir der Zeit ein Schnippchen schlagen“, Herder spektrum, Freiburg

13. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

Dunkle Kleidung bei Regen und Dämmerung – Fußgänger haftet

(03.04.2005 – bera/dav) Ein Fußgänger, der bei Regen in der Dämmerung mit dunkler Kleidung unterwegs ist, kann bei einem Unfall mit einem Auto die Alleinschuld tragen. Dies folgt aus einem Urteil des Landgerichts Hagen, das von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) veröffentlicht worden ist.

Der Kläger hatte eine Straße überquert, um zu seinem parkenden Fahrzeug zu gelangen. Mitten auf der Straße erfasste ihn der Beklagte mit seinem Auto. Der Kläger wurde schwer verletzt, musste mehrfach operiert werden und verlangte nun Schadensersatz von dem Autofahrer. Dieser machte vor Gericht geltend, er habe den an jenem Abend dunkel gekleideten Kläger beim besten Willen nicht rechtzeitig sehen können. Darin wurde er von einem Gutachter bestätigt, der zu dem Ergebnis kam, der Unfall wäre auch nicht zu vermeiden gewesen, wenn der Beklagte statt der gefahrenen 50 bis 55 Stundenkilometer nur mit Tempo 30 unterwegs gewesen wäre.

Das Gericht schloss daraus, dass der Unfall für den Autofahrer ein unvermeidbares Ereignis war und den klagenden Fußgänger ein derart überwiegendes Verschulden traf, dass ihm ein Alleinverschulden attestiert werden musste. Die Schadensersatzklage wurde damit abgewiesen.

Landgericht Hagen Urteil vom 14. Januar 2005 Aktenzeichen: 9 O 224/03
Quelle: http://www.verbrauchernews.de/verkehr/unfall/artikel/2005/04/0024/

Kommentar der bayrischen Landesverkehrswacht:

Dunkelmänner leben gefährlich

Kaum ein Autofahrer käme auf die Idee nachts ohne Licht zu fahren. Doch ob die Scheinwerfer korrekt eingestellt sind oder überhaupt nicht funktionieren, darauf achten immer weniger Autofahrer. Dieses beunruhigende Fazit zieht die Deutsche Verkehrswacht nach der Kfz-Beleuchtungsaktion 2003, denn fast 40 Prozent aller überprüften Pkw wiesen Mängel auf. Gravierend angestiegen sind dabei Beanstandungen von defekten und falsch eingestellten Scheinwerfern – auf beiden Seiten – sowie von Rück- und Blinklichtern. Dabei sind funktionierende Scheinwerfer und Blinker lebenswichtig. Denn nur richtig eingestellte Scheinwerfer leuchten die Straße optimal aus und lassen den Autofahrer gefährliche Situationen frühzeitig erkennen. Zu hoch justierte Scheinwerfer hingegen blenden den entgegenkommenden Verkehr. „Einäugige“ Pkw können mit Motorrädern verwechselt werden, denn sie verbergen ihre tatsächliche Breite in der Dunkelheit. Darüber hinaus stellen defekte Blinker beim Überholen ein unkalkulierbares Risiko für nachfolgende oder entgegenkommende Verkehrsteilnehmer dar.

Doch was nützen die besten Beleuchtungssysteme, wenn sich Fußgänger im Dunkeln verbergen. Dunkle Kleidung mag zwar Modetrends entsprechen, für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist sie aber nicht geeignet. Denn bei schlechten Sichtverhältnissen und früh einsetzender Dunkelheit ist das Unfallrisiko für Fußgänger besonders groß. Wer zu spät gesehen wird, lässt dem Autofahrer kaum eine Chance zum Bremsen oder Ausweichen. Die traurige Folge: Rund 44.000 Fußgänger werden jährlich in Deutschland verletzt oder getötet. Viele Unfälle ließen sich durch helle Kleidung oder durch reflektierende Materialien vermeiden.

Quelle: Landesverkehrswacht   LVW Bayern e.V.
Nachrichten · Berichte · Mitteilungen aus der Landesgeschäftsstelle 2/2004
LVW 2/2004

http://www.verkehrswacht-bayern.de/lvwhomep/Formula/LVW%202-2004.pdf

Anmerkung: Das schreibt die Straßenverkehrsordnung für diese Situation vor:

§ 3 STVO – Geschwindigkeit

(1) Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, so darf er nicht schneller als 50 km/h fahren, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Er darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, daß dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muß er jedoch so langsam fahren, daß er mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke halten kann.
(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, daß sie den Verkehrsfluß behindern.
(2a) Die Fahrzeugführer müssen sich gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, daß eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

12. November 2018
von habito
Keine Kommentare

Gesund bauen, anders wohnen, besser leben

Hausbau
hört nicht am Gartenzaun auf. Zum gesunden und ökologischen Bauen gehört die verantwortungsbewusste Auswahl des Baulands und auch die Beziehung der Menschen zu ihren Nachbarn. Wer gesund wohnen will, lässt nicht nur Montageschaum, PVC-Belag und Kunstharzlack im Baumarkt stehen, sondern kümmert sich auch um eine flächensparende Bauform, eine sinnvolle Lage mit guter Verkehrsanbindung und um gute Rahmenbedingungen für soziales Leben.
Gesundheit ist allgemein der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Das für jeden Menschen erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ist eines seiner Grundrechte. Seelisches und soziales Wohlbefinden ist in hohem Maße von der Umgebung der Wohnung abhängig, sowohl von der bebauten und unbebauten Landschaft als auch von den Nachbarn und der Art, wie die Menschen miteinander umgehen. Wir dürfen bei der Planung neuer Wohngebiete nicht vergessen, dass der Mensch mehr braucht als ein großes Wohnzimmer, Süd-Terrasse und Doppelgarage.

Die menschenfreundliche Siedlung bietet Plätze, Zeichen, Merkmale, Objekte, die zum Verweilen und zum Plausch einladen. Soziales Leben braucht Kristallisationskerne, so wie die Schnur in der Zuckerlösung erst den Kandis entstehen lässt. Das kann zum Beispiel ein Brunnen sein, oder die Dorflinde mit der Sitzbank, die Bushaltestelle, der Kiosk, der Spielplatz für Kinder oder Erwachsene und vieles mehr. Sitzgelegenheiten mit Überdachungen oder berankte Pergolen mit Bänken vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit, aus dem heraus leicht soziale Kontakte geknüpft werden können.

Als Bauherr fragen Sie sich, wie Sie das mit Ihrem Bauvorhaben realisieren sollen. Sie sind froh, wenn Sie überhaupt ein bezahlbares Grundstück finden. Und daraus wird nichts, wenn Sie auch noch hohe Erwartungen an das Wohnumfeld stellen? Und überhaupt soll Ihre Parzelle nicht Treffpunkt für die ganze Siedlung werden. Wenn der Bebauungsplan „steht“ und die Grundstücke aufgeteilt sind, kommen die Ratschläge zum gesunden Siedlungsbau natürlich zu spät. Der einzelne Bauherr hat dann auf die Gestaltung der Umgebung keinen Einfluss mehr. Bereits bei der „Bauleitplanung“ müsste man seine Wünsche anmelden können.

Einige Bürger versuchen das gemeinschaftlich mit Gleichgesinnten. Wenn Sie Anschluss an eine Bauherrengruppe suchen, oder wenn Sie bereits eine gegründet haben und Verstärkung suchen oder bereits beim Bauen oder gar fertig sind: Lassen Sie es mich wissen!

11. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

3 % reichen, die Gesellschaft zu verändern

Die Grenze quer durch Deutschland, die Mauer, ist gefallen. Entgrenzt ist aber vor allem der kapitalistische Markt. Der Sieger im Wettbewerb der Systeme feiert seinen Sieg. Das Ergebnis: Die Gräben zwischen Arm und Reich werden immer tiefer. Die Ostdeutschen scheint das mehr zu stören als die Westdeutschen, nicht nur, weil die Armut im Osten größer ist. Wir kommen aus einer anderen Situation. Wenn die monatlichen Einkommen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in DDR-Zeiten ungefähr zwischen 300 und 3000 Mark lagen (…), so liegen sie heute mindestens zwischen 600 und 60 000 € (…) Und es gibt Ausnahmen, die diese Spanne weit überschreiten. In der DDR gab es praktisch keine Arbeitslosen. Jeder bekam eine Ausbildung, alle nach der Ausbildung eine Arbeitsstelle. Es war ein relativ konsequent umgesetztes Prinzip, jeden in die Gesellschaft zu integrieren. Gewiss, das führte zu Effizienzverlusten und brachte der DDR den Vorwurf der Gleichmacherei ein. Aber mit großen sozialen Unterschieden zu leben, das müssen wir erst lernen.
Besser vielleicht, wir gewöhnen uns gar nicht erst daran (…)  Der Armutsbericht der Bundesregierung gibt reichlich Aufschluss darüber, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland (…) weiter auseinandergeht (…) Wie viel Armut können wir uns eigentlich leisten? Wie viel Unterschied müssen wir uns leisten, um im globalen ökonomischen Wettbewerb mithalten zu können?

Entnommen aus: Reinhard Höppner: „Versucht es doch! 3 % reichen, die Gesellschaft zu verändern“, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2007, S. 41f

10. November 2018
von habito
Keine Kommentare

Nanopartikel können Mikroorganismen schädigen

Umweltgeowissenschafter und Limnologen weisen toxisches Verhalten in Biofilmen nach (Pressemitteilung der Universität Wien)

Thilo Hofmann vom Department für Umweltgeowissenschaften und Tom Battin vom Department für Limnologie der Universität Wien untersuchten mit ihren Teams die Wirkung von künstlich hergestellten Nanopartikeln auf Mikroorganismen in Gewässern. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass einmal in die Umwelt gelangtes Titandioxid aufgrund seiner photoreaktiven Eigenschaften zellschädigend ist.

Details wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology“ publiziert.

8. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

Zwischen Wohnumfeld und Gesundheit besteht ein Zusammenhang

Das Bundesgesundheitsministerium veranstaltete zusammen mit dem Bonner Büro des Europäischen Zentrums für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation – WHO – das Symposium „Wohnumfeld und Gesundheit: Von der Evidenz zur Anwendung“.

Mit ca. 40 Vertretern aus den Gesundheits- und Umweltbehörden der Länder und Kommunen wurden dabei Forschungsergebnisse einer WHO-Studie präsentiert, die im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit der Bundesregierung vom Bundesgesundheitsministerium finanziert wurde. In dieser Studie wurden erstmalig in acht europäischen Städten – u. a. in Bonn – von insgesamt 8.519 Personen in 3.373 Wohnungen Daten zu den Wohnbedingungen, der Wohnungsausstattung, dem Wohnumfeld und dem Gesundheitszustand der Bewohner erhoben und folgende Parameter international verglichen:
– Innenraumluftqualität, Schimmel und Allergien,
– Lärmexposition in Wohnung und Wohnumfeld,
– Fettleibigkeit und Bewegung in Relation zum Wohnumfeld,
– häusliche Unfälle, die mehr Todesfälle in Europa fordern als der Straßenverkehr,
– Zugänglichkeit und Barrierefreiheit im Wohnbestand für Senioren und Menschen mit funktionalen Einschränkungen,
– psychische Gesundheitseffekte von schlechten Wohnbedingungen und Nachbarschaften sowie
– Energieversorgung und Heizkomfort für die sozial schwächeren Bevölkerungsschichten.

Die Studie hat z. B. ergeben, dass die Reduzierung von Lärm ein wichtiger Aspekt für gesundes Wohnen ist. Auch sollten Gesundheitsexperten aktiv bei Bauleitplanungen beteiligt werden. Die Kommunen sind gefordert, für ein gesundes Wohnumfeld zum Wohl ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu sorgen. Das heutige Treffen ist ein weiterer Mosaikstein der bisher beispielhaften Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der WHO.

Die Evaluierung der Wohngesundheitsdaten brachte neue Ansätze für weitere Forschung sowie die politische Umsetzung und bildete einen Schwerpunkt für die Beschlüsse der 4. Ministerkonferenz „Umwelt und Gesundheit“ von Budapest im Juni 2004. Sie haben dort zu einer Selbstverpflichtung der Gesundheitsminister der WHO-Region Europa geführt, die sich in Zukunft aktiver im Bereich Wohnen und Gesundheit betätigen und als politische Handlungsoption z. B. bestehende Wohnungsrichtlinien stärker aus gesundheitspolitischer Sicht beeinflussen wollen.

Da der Vollzug der rechtlichen Regelungen im Bereich der Gesundheit und der Umwelt in der Bundesrepublik grundsätzlich in die Zuständigkeit der Länder und der Kommunen fällt, wurden als Abschluss der Studie die Ergebnisse mit weiteren Experten aus den Bereichen Wohnen, Bauen, Umwelt und Gesundheit auf ihre Relevanz für Deutschland geprüft. Darüber hinaus wurde ihre Anwendung auf nationaler Ebene initiiert, indem z. B. für Vorsorgemaßnahmen Priorität eingeräumt wird oder gesundheitliche Aspekte bei der Bauleitplanung mehr berücksichtigt werden sollen. Außerdem wurde die Bundesregierung aufgefordert, im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit weitere Studien zu den o. g. Themenbereichen sowie die Kooperation zwischen den an der Umsetzung Beteiligten weiter zu fördern.

Die Studie finden Sie im Internet unter http://www.euro.who.int/housing.

http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs05/6620_6702.php

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

7. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

Ökologische Grauwasser-Recycling-Anlage

Umweltschutz im Haushalt

Sauberes Trinkwasser ist eine begrenzte Ressource. Unser derzeitiger Umgang mit dem „kostenlosen Rohstoff“ Wasser wird unserer Verantwortung gegenüber der Erde und zukünftigen Generationen nicht gerecht. Deshalb ist die moderne Gesellschaft in einem Umgestaltungsprozess, der von der „Durchflusswirtschaft“ hin zur „Kreislaufwirtschaft“ führt.

Auf dem Weg zur „Kreislaufwirtschaft“ müssen ressourcenschonende Technologien entwickelt und umgesetzt werden, die den Trinkwasserverbrauch drastisch reduzieren. Die Firma ÖKOTEC GmbH entwickelte eine Grauwasser-Recycling-Anlage, durch die wertvolles Trinkwasser durch Brauchwasser ersetzt wird. Unter Grauwasser werden die Abwässer aus Waschbecken, Badewannen, Duschen und Waschmaschinen aus Bad und Küche verstanden. Unter Brauchwasser versteht man gereinigtes Abwasser, das für Bereiche eingesetzt werden kann, in denen kein Wasser mit Trinkwasserqualität benötigt wird.

Ziel war die Entwicklung einer Anlage, die einfach aufgebaut ist, das Wasser biologisch reinigt, wo keine Abfallprodukte entstehen und die das anfallende Brauchwasser vielseitig nutzbar zur Verfügung stellt.

Die Reinigung des Grauwassers vollzieht sich in bepflanzten Bodenfiltern, die in vorgefertigten Containern untergebracht sind. Dort werden die Grauwasserinhaltsstoffe durch Mikroorganismen abgebaut. Die Pflanzen in den Containern fördern das Bakterienwachstum und nutzen die „Abfallstoffe“ als Nährstoff, um daraus nutzbare Biomasse zu erzeugen.

Das gereinigte Grauwasser kann für die Toilettenspülung, die Waschmaschine sowie zur Gartenbewässerung eingesetzt werden.

Durch die vielseitigen Einsatzgebiete im Haushalt ist es jetzt durch die Grauwasser-Recycling-Anlage der Firma ÖKOTEC möglich, den Trinkwasserverbrauch in privaten Haushalten um über 60% zu reduzieren. Das spart nicht nur wertvolles Trinkwasser, sondern würde schon heute den Geldbeutel der Bewohner der Häuser mit einer solchen Anlage entlasten. So hat diese „Zukunftstechnologie“ bei heutigen Trinkwasser -und Abwasserpreisen Amortisationszeiten von nur 6 bis 10 Jahren.

In Zukunft werden die Preise für Trink -und Abwasser aufgrund knapper werdender Ressourcen und weiter wachsenden Bedarf inflationär steigen. Dies bedeutet, das sich die Investition einer Grauwasser-Recycling-Anlage in nur wenigen Jahren rechnet.

Für die praktische Umsetzung dieser und auch anderer „Zukunftstechnologien“ müssen die Planer von neuen Wohnsiedlungen über schon jetzt bestehende Lösungen informiert werden.
Die gelungene Integration ressourcensparender Techniken in vorhandene Konzepte durch den Planer würden die Kommune und auch den privaten Hausbauer motivieren, ihren Beitrag zur Umgestaltung der Gesellschaft hin zur „Kreislaufwirtschaft“ zu leisten.

Quelle ECO-News – Die grüne Presseagentur

Kontakt: ÖKOTEC GmbH, D-14806 Belzig otec-@t-online.de

6. November 2018
von Paul
Keine Kommentare

Grenzenlose Erfahrungen

Von allen Seiten werden wir mit Erfahrungen zugeschüttet – zu unseren eigenen kommen jetzt auch noch die fremden.

Es grenzt schon an Völlerei; stumpfsinnig stopfen die Menschen Erfahrungen in sich hinein wie der Hamster die Körner. Die Fresssüchtigen unserer egomanen Selbsterfahrungsgesellschaft zelebrieren sich selbst; und genau wie die Völlerei im Wesentlichen durch Unmäßigkeit gekennzeichnet ist, so gründet der unersättliche Erfahrungshunger auf reiner Maßlosigkeit. …

Begeistern lässt sich der Erfahrungshungrige nur von dem, was seine Gefräßigkeit befriedigt. Ständig ist er auf der Suche, wie der Jäger auf der Pirsch. Dabei hat er gar keinen Hunger mehr, seine Völlerei zerquetscht jedes tatsächliche Bedürfnis. Seine Sucht sitzt im Kopf. Er ist kein Feinschmecker, kein Nascher. Die Gefräßigkeit wählt nicht aus, sie nimmt alles und stopft es hinein. Nie ist es genug, nie ist der Trieb befriedigt; die Jagd wird nie zu Ende sein.

Die Erfahrungssüchtigen pressen alles mit großem Interesse in sich hinein; sie mästen sich mit Tratsch, mit Gerüchten, Geschwätz und Gerede. Jede Kleinigkeit interessiert sie, jedes Geschwafel, und jeder Klatsch wird noch nachgestopft. Bedient wird die Sucht von der Boulevardpresse mit anspruchslosen kleinen Artikeln über Gott und die Welt, aus denen banale Lebensweisheiten gebacken werden – mundfertig zum gefräßigen Konsum.

Entnommen aus: Pater Zoche „Die sieben Todsünden unserer Zeit“, Econ, Berlin, 2008, S. 39f

5. November 2018
von thobit
Keine Kommentare

Nachbarn

Nachbarn sind Leute, von denen wir möglichst wenig mitbekommen wollen. Was geschieht, wenn man einfach mal bei ihnen klingelt?

Lena Steeg hat es getan ()

http://www.zeit.de/2016/28/nachbarn-kennenlernen-wohnhaus-stadt/komplettansicht

4. November 2018
von thobit
Keine Kommentare

Wie viel Quadratmeter Wohnfläche braucht der Mensch?

Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände. (Artikel 25 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

Welche Wohnfläche ist angemessen? Nach den Reichsgrundsätzen für den Kleinwohnungsbau vom 10. Januar 1931 wurden die Größen für den geförderten Sozialwohnungsbau so festgelegt:

Die Wohnfläche der Wohnungen soll 32 bis 45 qm betragen und bei Wohnungen, die für Familien mit Kindern bestimmt sind, 60 qm nicht überschreiten. Eine mäßige Erhöhung der Wohnfläche kann ausnahmsweise zugelassen werden, insbesondere für Einfamilienhäuser, wenn die Zahl der Kinder oder zwingende Gründe es nötig machen.

Faktisch und durchschnittlich kommen gegenwärtig (2016) nach Angaben des Statistischen Bundesamts 46,5 Quadratmeter Wohnfläche auf einen Einwohner, wobei eine Wohnung durchschnittlich 4,4 Zimmer hat. Die Wohnfläche Pro Wohnung beträgt 91,7 Quadratmeter. Die Wohnfläche hat sich gegenüber 1965 verdoppelt.

3. November 2018
von habito
Keine Kommentare

Gebaute Lebensräume (Buchtipp)


Bebauungspläne, einmal ausgeführt, können eine Strafe sein. Lebenslänglich. Für die, die damit leben müssen. Verbaut ist verbaut. Öde, Lärm, Angst der Eltern um ihre Kinder, gefährliche Geschwindigkeit, Isoliertheit, Unbehaustheit, Monotonie – das alles ist schnell festgelegt, aber kaum mehr zu beheben.
Es geht aber auch anders: Auch freudiges Nachhausekommen, Spiele und Gespräche vor der Haustür, Platz für Gras und Bäume, Raum und Gestalt, Geborgenheit, Zuhause lassen sich planen. Das Planungselend wird eher größer, der Hunger nach Qualität auch.
Dieter Wieland wirbt eindringlich für eine geschlossene Bauweise, die allen wichtigen menschlichen Bedürfnissen gerecht wird und einer Verwüstung der Landschaft entgegenwirkt. Wenn die Zeiten schlechter und die Ressourcen knapper werden, zählt Qualität um so mehr. Der Autor stellt mustergültige Beispiele dieser Bauweise aus Vergangenheit und der Gegenwart der 80er Jahre vor. Bis heute haben sie nichts an Vorbildwirkung verloren. Alter spielt bei Architektur und Städtebau keine Rolle. Das einzige, was zählt, ist Qualität.
Der 1937 geborene Filmemacher Dieter Wieland ist durch seine Fernsehdokumentationen, Bücher und Ausstellungen einer der untergründig einflussreichsten Architekturkritiker unserer Zeit geworden. Besonders gilt das für sein berühmtes, in den 70er Jahres erstmals erschienenes Bauen und Bewahren auf dem Lande, ein Bausündenbuch zum Bessermachen, das immer noch beim deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz erhältlich ist.
„Gebaute Lebensräume“ ist jetzt wieder erschienen bei Manuscriptum für 14,80 Euro.

Buch bestellen