Ich habe einige freistehende Eigenheime geplant und gebaut und Familien geholfen, ihren Traum vom glücklichen Wohnen zu verwirklichen.
Ich weiß, wie gut das tut.
Ich hätte auch gern eine eigene Villa im Park, mit Gartenhaus, Gewächshaus, Werkstätten, einem Wäldchen und einem kleinen See und einem Teepavillon als Ziel für den Mittagsspaziergang. So, wie die reichen venezianischen Kaufleute das freistehende Einfamilienhaus erfunden haben. Das moderne Eigenheim auf 500 Quadratmetern Siedlungs-Parzelle sieht im Vergleich wie eine Witzfigur aus.
Ein bisschen einsam wäre die Villa im Park allerdings auch. Und für alles, was man braucht, muss man jemanden mit dem Fuhrwerk in die Stadt schicken.
Deshalb kann ich mir noch etwas schöneres vorstellen:
Das „eigene“ (muss kein Eigentum sein) Haus, Wand an Wand mit anderen Häusern in dicht bebauter, Nachbarschaft: das wär’s. Dazu die wichtigsten Läden und Dienstleister, ein Bahnhof oder eine Haltestelle, ein Gasthaus, ein Markt, ein öffentlicher Platz und Grünanlagen, wo man Mitmenschen treffen kann – alles zu Fuß erreichbar.
Das ist es, was ich seit Jahrzehnten als 15-Minuten-Stadt bezeichne. Und jetzt kommen ein paar Unwissende und machen diese Idee kaputt, weil sie angeblich dem Great Reset dient.