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CO2: Kohlendioxid lässt Pflanzen im Gewächshaus schneller wachsen

    Anders als für uns Menschen ist Kohlendioxid für grüne Pflanzen lebenswichtig. Denn diese nutzen den Stoff, um zusammen mit Licht und Wasser Traubenzucker zu produzieren. Letzterer ist wichtig für das Wachstum und somit für die Wirtschaftlichkeit von Gartenbaubetrieben. Denn: Ist zu wenig CO2 im Gewächshaus, produzieren Pflanzen weniger Traubenzucker. Sie wachsen langsamer und Betriebe erwirtschaften weniger. Für Abhilfe sorgt die CO2-Begasung. Dabei steigern Anlagen die Gaskonzentration in der Luft, um das Pflanzenwachstum zu fördern.

    Zum Vergleich: Der Kohlendioxidgehalt der Außenluft liegt in der Regel bei 320 bis 360 vpm (0,032 bis 0,036 Vol. %). Viele Pflanzen entwickeln sich aber erst bei einem Gehalt von 600 bis 1600 vpm, also mindestens dem doppelten Wert, besonders gut. Als Faustregel gilt dabei: Je höher der Massezuwachs einer Pflanze ist, umso höher sollte auch die CO2-Konzentration im Gewächshaus sein. Interessant ist die CO2-Begasung daher vor allem bei Gemüsepflanzen, die in kurzer Zeit viel an Masse zunehmen.

    Während Kohlendioxid auf Pflanzen wachstumsfördernd wirkt, kann es für Menschen gesundheitsgefährdend und sogar toxisch sein. Aus diesem Grund ist bei einer künstlichen CO2-Begasung im Gewächshaus der Arbeitsschutz zu beachten.

    Auch wenn einige Pflanzen 10.000 vpm und mehr gut vertragen, lässt der Gesetzgeber mit dem MAK-Grenzwert (Maximale-Arbeitsplatz-Konzentration) maximal 5.000 vpm zu. Grund dafür ist die schädliche Wirkung auf Körper und Gesundheit. So treten bei dieser Konzentration häufig Befindlichkeitsstörungen auf, wenn sich Personen länger als 8 Stunden im Raum/Gewächshaus aufhalten. Bei einem höheren Kohlendioxidgehalt steigt die Atemfrequenz. Es kann außerdem zu Übelkeit, Bewusstlosigkeit und Erbrechen kommen.