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Fünf Punkte, um gut im Ausland zu leben

    Quelle: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, 20.06.2006

    Früher dachte ich – zugegeben etwas naiv – wer ständig an sonnigen Stränden des Mittelmeers leben kann, der hat es geschafft. Das mag zwar auch heute noch hier und da stimmen. Aber das reine Paradies für die Reichen und Schönen scheinen die Mittelmeerstrände inzwischen auch nicht mehr zu sein.

    Das auf Steuerspar-Tipps spezialisierte Magazin „International Living“ konstatierte jedenfalls dieser Tage lakonisch: Für Leute, die ein „angenehmes und relativ freies Leben“ führen wollten, sei der Aufenthalt in den letzten zehn Jahren durch die EU-Bürokratie in vielen Mittelmeerländern „immer unerträglicher“ geworden.

    Noch lebe man am Mittelmeer zwar noch besser als in Deutschland, räumt das Magazin ein. Doch alle Sorgen sei man auch dort nicht mehr automatisch los. Um wachsenden Steuerdruck und Bürokratie zu umschiffen, empfiehlt „International Living“ deshalb eine völlig neue Strategie:

    Wandern Sie bloß nicht in ein Land aus, in dem Sie gerne leben wollen. Das Blatt rät: „Kombinieren Sie die Vorteile mehrerer Länder. Sehen Sie den Staat als Dienstleister.“

    Fünf Punkte nennt das Magazin, um Ärger mit der Bürokratie und der Steuer bei einem Auslandswohnsitz aus dem Weg zu gehen:

    • Werden Sie möglichst nur Bürger eines Landes, in dem Sie sich so wenig wie möglich aufhalten wollen.

    • Bleiben Sie dagegen in dem Land, wo Sie sich am liebsten aufhalten, am besten immer nur als Besucher.

    • Wenn Sie Geschäfte machen und dafür eine Firma brauchen, dann gründen Sie diese in einem Land, wo Sie weder Bürger sind, noch sich üblicherweise aufhalten.

    • Legen Sie Ihr Geld in einem Land (oder in mehreren) an, in dem Sie ansonsten keinerlei Interessen und Aktivitäten haben, und wo entsprechende Diskretion selbstverständlich ist.

    • Auch wenn es zurzeit nicht nötig scheint: Treffen Sie so bald wie möglich Vorkehrungen, um eine doppelte Nationalität und damit einen Zweitpass zu erhalten.

    Also: Machen Sie es den Großen nach, lautet der professionelle Rat. Die großen international tätigen Konzerne würden sich längst rund um den Globus die jeweils günstigsten Standorte für ihre spezifischen Aktivitäten aussuchen, gibt „International Living“ zu bedenken. Warum sollte nicht auch der Privatmann ebenfalls in den großen Mustopf greifen, fragt das Magazin „International Living“: „Sehen Sie die Sache wie ein Unternehmer. Über 200 Staaten gibt es auf der Welt, darunter mindestens 50 bis 100, die in die engere Wahl kommen.“