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Was soll uns unser eigenes Tiny-House geben?

    Bewusstsein finde ich gut. Wie bewusst ist uns, was uns unser eigenes Tiny-House geben soll? Meine Vermutung: Es ist ein Fluchtversuch.

    Flucht vor einer unwirtlich gewordenen gebauten Umwelt. Ein Phänomen der letzten Jahrzehnte:

    Widerstand gegen Neubauprojekte. Weil wir ahnen, dass es hässlicher wird, wenn gebaut wird.

    Viele haben das Gespür für das Schöne verloren – die Einen weniger, die Planer und Entscheider mehr. Oder sie unterdrücken es, aus rationalen Gründen, Sachzwängen, Geiz, Gier,…

    Bewusstsein kann man entwickeln. Fangen wir an, bewusst zu sehen. Nicht auf den Bildschirm! Das wirkliche Leben, unsere Stadt, unser Dorf, unsere Nachbarn.

    Ich staune immer wieder, wie abwesend von der realen Welt viele Menschen herumlaufen – meist mit einem bläulichen Licht und einer entrückten Miene im Gesicht.

    Wenn wir uns bewusst machen, welche Anblicke unsere Stimmung heben, oder wo wir uns wohlfühlen in der gebauten Umwelt, dann können wir den Machern sagen, was wir von Ihnen erwarten.

    Wenn wir nicht in der Lage sind, die Qualitäten zu definieren und einzufordern, die uns gut tun, wird uns das niemand liefern.

    Wir schaffen das nicht mal selbst, wenn wir versuchen, uns unsere eigene heile schöne Welt zu basteln. Das wird vielleicht nicht besser als das, was wir nur unbewusst aufnehmen. Was wir nicht kennen, können wir nicht machen.

    Ich hätte das allergrößte Vergnügen, wenn wir alle dort, wo wir gerade sind, alles tun würden, um es menschenwürdig zu machen.

    Flucht ist der allerletzte Ausweg. Und der Bildschirm ist eine Ersatzbefriedigung.

    Ich korrigiere: keine Befriedigung.