(Ting-Höfe)

Auf einer Chinareise hat die Münchnerin Ingrid Gaupp die Rundbauten der Hakka – einer chinesischen Minderheit – kennengelernt. Von da an wusste Ingrid Gaupp: sie würde ihre ganze Zeit und Energie dafür verwenden, ein solches Gebäude – natürlich umgewandelt in modernste Bedürfnisse – in einer Großstadt wie München (Hauptstadt der Singles) oder in einer anderen aufgeschlossenen Kommune – zu verwirklichen.

Seit sie sich mit diesem Thema beschäftigt, sind ihr viele wunderbare Dinge passiert, und sie hat mit dieser Idee viel Lob und Begeisterung erfahren. Vieles spricht dafär, dass ein solcher Bau, der Schönheit und Tradition einer alten Kultur mit modernster Technik vermischt – für unsere Gesellschaft, die rasch kälter und distanzierter wird, eine neue Chance des Zusammenlebens und Zusammenrückens bietet.
Das moderne Hakkahaus wird nicht mehr den Eindruck einer Festung erwecken, die das Vorbild ja einmal gewesen ist. Alles was an diesen alten Gebäuden genial war, soll erhalten bleiben: Der heimelige geschlossene Innenhof, die natürlichen Bausubstanzen wie z.B. die sehr schöne Holzkonstruktion an der Innenseite, die grandiose runde Form etc. Das Äußere verliert seine strenge Form durch kleine Balkone an den einzelnen Apartments und Hotelzimmern und durch großzügige Gestaltung der Gewerberäume im Erdgeschoss.

Der moderne Rundbau wird wie sein Vorbild die vorteilhaften Elemente aus der traditionellen chinesischen Lehre des Feng Shui verwirklichen. Feng Shui bedeutet harmonisches Anordnen von Strukturen zum Verstärken von hohem kosmischen Qi zur Vermehrung von Glück, Wohlstand und Erfolg.
Grundsätzlich zählt so ein rundes Haus zu den günstigsten Formen nach Feng Shui. Mit der Verwendung von Holz, Glas, Metall, Solarzellen, harmonischen Farben, z.B. mit Lehmputz, ist es möglich, auch auf die Prinzipien der fünf Elemente des Feng Shui einzugehen.
Die gewerblichen Räume sind so angeordnet dass sie aufgrund der Energiequalität der unterschiedlichen Himmelsrichtungen zum Erfolg des jeweiligen Unternehmens führen.
Das Raumprogramm umfasst ca. 150 Apartments und einige 2-3-Zimmerwohnungen. Um eine Ghettobildung zu vermeiden, muss das Gebäude auch für Besucher offen sein. Das ist durch ein Hotel gewährleistet, das sowohl die Besucher der Chinatownbewohner, als auch die Teilnehmer von Wochenendkursen oder auch Patienten des chinesischen Heilzentrums aufnehmen soll.
Die gewerblichen Räume im Erdgeschoss sollen einem Zentrum für chinesische und alternative Medizin dienen, mit Praxen für Akkupressur und Akupunktur, Apotheken für chinesische Medizin und einer kleinen Klinik oder Schule für chinesische Heilkunst. Daneben gibt es Läden für die Dinge des alltäglichen Bedarfs.
Der Innenhof ist als Ort der Begegnung wie ein chinesischer Garten angelegt, mit Sitzgelegenheiten, einem Platz, auf dem sich die Bewohner und Gewerbetreibenden treffen können, und drei Häusern für soziale Aktivitäten.
Das erste Haus ist ein großes Atelier zum gemeinsamen Malen, Bildhauen und als Treffpunkt für andere kreative Tätigkeiten. Hier könnten auch Kurse, Vernissagen und Künstlermärkte stattfinden.
Im Theaterhaus – ganz in der Tradition des alten China – können eigene Stücke eingeübt und zur Aufführung gebracht werden. Auch Theatergruppen aus aller Welt können hier auftreten und proben. Das geräumige Schwitzhaus bietet verschiedene Möglichkeiten von Schwitzbädern an – von der indianischen über die türkische zur finnischen Sauna. Als Vorbild gilt hier das sehr beliebte New Yorker Switz, das dieses aufs harmonischste vereint.
Projektleitung: Ingrid Gaupp, Preysingstrasse 67, 81667 Muenchen, Tel/Fax 089-4484316, www.wohnprojekt-chinatown.de