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Akustikputz: Bringt’s der?

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Gerd fragt bei nebenan.de: Suche Erfahrung oder Empfehlung zum Thema Akustikputz. In unserer Altbauwohnung hallt es sehr (insbesondere in der Küche), was für Hörgeräteträger echt ein Problem ist. Waren letztens bei einem Akustiker und er hat Akustikputz erwähnt. Hat jemand eigene Erfahrungen oder kennt jemand eine seriöse, empfehlenswerte Firma, die sich da auskennt?

habito: Der Hall kommt daher, dass die Oberflächen der Wände, des Fußbodens und der Decke hart sind. So wird der Schall reflektiert. Das bedeutet, dass der Schall erstens direkt ins Ohr gelang, und zweitens Sekundenbruchteile später noch einmal, und das kann sehr irritierend sein, weil der Klang nicht mehr „scharf“ ist. Hörgeräte, die den reflektierten Schall als reflektiert erkennen und löschen, würden das Problem beheben. Weiche Materialien im Raum schlucken den Schall aber auf ganz einfache Weise und verhindern den Echo-Effekt. In Zimmern mit Teppichboden und Polstermöbeln entsteht kein Hall. Schwere Vorhänge, Wandbilder auf Textilgrund und mit Schallschluckmaterial dahinter – sogenannte Akustikpanele – helfen. Man kann schwere Vorhänge vors Fenster hängen, Teppich unter Tische und Stühle kleben. also insgesamt mehr weiches Material in den Raum bringen. Deswegen sind ja in Vortragssälen oder Kinos die Stühle gepolstert, damit der Schall geschluckt wird, auch wenn der Saal nicht voll besetzt ist (ja, auch Menschen in ihrer weichen Bekleidung schlucken Schall).

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